Wintervergnügen

Open Air im Frost

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Offenes Wintervergnügen: Echte Cabriofans lassen sich auch durch Schnee und Kälte nicht davon abhalten, die Mütze abzunehmen.

Ein Cabrio ist gleichbedeutend mit Sommer: Denn zur offenen Fahrt gehören angenehm warme Temperaturen. Bekanntlich löst sich ein Cabrio aber im Herbst und Winter nicht in Luft auf.

Was für die Eigner bedeutet, dass sie den Wagen während der kalten Jahreszeit entweder geschützt abstellen können - oder sich mit Themen beschäftigen müssen, die Fahrern herkömmlicher Limousinen herzlich egal sind.

Dabei geht es vor allem darum, ob eine Stoffmütze für den Wagen bei Frost, Schnee und Eis eine besondere Behandlung benötigt. Oder wie die Hydraulik eines Klappdachs oder elektrischen Verdecks auf den Betrieb bei Minustemperaturen reagiert.

  • Gerade bei Verdecken mit Kunststoffscheibe sollte man bereits bei Temperaturen ab plus fünf Grad auf das Öffnen verzichten, raten die Experten. Denn das Kunststoffmaterial solcher Scheiben verhärtet sich bei sinkenden Temperaturen. Durch die Bewegungen beim Öffnen kann es dann brechen oder platzen. Mit der Folge, dass eine kostspielige Reparatur notwendig wird.
  • Auch wenn das Verdeck dicht bleibt, gilt bei Kunststoffscheiben besondere Vorsicht: Sind sie vereist, darf man nicht zum Eiskratzer greifen - auch das führt zu Beschädigungen. Heckscheiben aus Glas können dagegen im Grunde wie jede andere Scheibe am Auto behandelt werden. Eine kleine Einschränkung: Wird statt auf einen Eiskratzer auf Enteisungsspray gesetzt, sollte darauf geachtet werden, dass das Verdeck selbst möglichst wenig von dem Spray abbekommt - in der Regel wird zwar nichts passieren, aber Chemie ist grundsätzlich nicht gerade das, was einem dünnen Verdeck hilft.
  • Chemie und Verdeck führen noch in einem anderen Punkt zu Diskussionen: So wird oft darauf hingewiesen, dass ein Stoffverdeck imprägniert werden sollte. Andere Experten halten davon allerdings nicht sehr viel. Denn auch wenn ein Stoffverdeck nach einem Regenguss völlig durchnässt aussieht, ist es deshalb nicht gleich undicht - dafür sorgt nämlich eine Schicht unterhalb des sichtbaren Stoffgewebes. Auch dass eine Imprägnierung Schmutz abhält, ist für sie kein Grund, auf chemische Hilfsmittel zu setzen. Sieht ein Verdeck nach dem Wintereinsatz verschmutzt aus, reichen einfache Mittel: Lauwarmes Wasser mit einem Schuss Geschirrspülmittel hilft, das Verdeck wieder zu reinigen. Dabei muss aber vorsichtig vorgegangen werden - eine Bürste mit Drahtborsten ist nicht gut für das Verdeck, eine Bürste mit weichen Naturborsten sollte es sein.
  • Zur Vorbereitung auf den Winter muss man auch den vielen Dichtungen des Daches etwas Aufmerksamkeit schenken. Damit diese geschmeidig bleiben, sollten sie mit Pflegemitteln behandelt werden. Am einfachsten geht das mit Silikonspray, der Klassiker wiederum ist Hirschtalg. Im Handel finden sich aber auch zahlreiche andere Mittel. n Kommt es im Winter nach langer ungemütlicher Phase auch einmal zu einem schönen Tag, darf man ein Verdeck nicht einfach öffnen, wenn es noch nass ist: Es kann sonst zu Stockflecken oder auch bleibenden Falten im Stoff kommen.
  • Ein Sonderfall sind die festen Klappdächer moderner Cabrio-Coupés. Bei denen gibt es in Sachen Pflege und Schneeräumung zwar weniger zu beachten als bei den weichen Verdecken. Allerdings sollte auch hier zunächst aufmerksam die Bedienungsanleitung gelesen werden: Oft wird empfohlen, das Dach mit seinem aufwendigen Mechanismus bei Temperaturen unterhalb von Null Grad nicht mehr zu öffnen. Daran sollte man sich halten - damit auch im nächsten Sommer wieder alles bestens klappt.

osw

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