Orkantief "Xaver"

Starker Wind! Wichtige Tipps für Autofahrer

Polizeiauto Baum
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Schäden am Auto, die durch umstürzende Bäume oder herab fallende Äste entstehen, können über die Teilkaskoversicherung abgewickelt werden.

Deutschland zittert vor Orkan "Xaver". Starker Wind und heftige Sturmböen können Autos aus der Spur bringen. Seitenwinde sind gefährlich. Der ADAC warnt vor chaotischen Verkehrsverhältnissen.

Autofahrer müssen sich in den kommenden Tagen auf schwierige Verkehrsverhältnisse einstellen. Orkantief „Xaver“ rast mit bis zu 140 Studenkilometern auf die Küste Norddeutschland zu. Meterologen erwarten bis zu zehn Zentimeter Schnee.

Neben heftigen Sturmböen und winterlichen Straßen warnt der ADAC Autofahrer auch vor umgestürzten Bäume und herab fallenden Ästen. Wer nicht unbedingt auf sein Auto angewiesen ist, sollte laut ADAC sein Fahrzeug bei diesen extremen Windstärken lieber stehen lassen. Denn, schon starker Wind bringt ein Auto zum Schlingern.

Starker Wind! Wichtige Tipps für Autofahrer

  • Mit angepasster Geschwindigkeit fahren: Nur so hat man das Fahrzeug unter Kontrolle. Wird man von einer Böe erfasst, kontrolliert gegenlenken.
  • Auf Brücken und in Waldschneisen auf Windsäcke oder Hinweisschilder achten. Hier ist die Gefahr besonders groß, von Windböen erfasst zu werden. Aufschluss über die jeweilige Windstärke geben auch Bäume und Sträucher.
  • Bei sehr starkem Wind möglichst nicht mehr in Waldgebiete einfahren: Bäume können umstürzen oder die Fahrbahn bereits blockiert sein.
  • Besondere Vorsicht gilt beim Überholen von Lkw oder Bussen. Während man zunächst im Windschatten des überholten Fahrzeugs fährt, wird man nach dem Überholvorgang voll vom Seitenwind erfasst.
  • Dachlasten wie Fahrräder oder Skiboxen erhöhen aufgrund der größeren Aufprallfläche die Seitenwindempfindlichkeit erheblich. Besonders anfällig für Seitenwind sind Wohnmobile und Wohnwagengespanne sowie Busse und Lkw. Diese Fahrzeuge können im schlimmsten Fall sogar umkippen.

Wer zahlt beim Sturmschaden?

Schäden am Auto, die durch umstürzende Bäume oder herab fallende Äste entstehen, können über die Teilkaskoversicherung abgewickelt werden.

Beulen am geparkten Wagen oder Schäden nach einer Kollision mit einem direkt vor das Auto stürzenden Baum muss der Fahrzeughalter notfalls mit konkreten Angaben vom Wetteramt untermauern. Allerdings muss zum Zeitpunkt des Strumschadens nach den Versicherungsgesellschaften mindestens Windstärke 8 geherrscht haben. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 61 Stundenkilometern.

Wichtig: Lagen ein großer Ast oder ähnliche Gegenstände schon länger auf der Straße, greift die Teilkasko nicht. In so einem Fall zahlt nur die Vollkaskoversicherung.

Wer zahlt bei Wasserschäden?

Wasserschäden sind generell durch die Kfz-Teilkaskoversicherung mitversichert. Bei plötzlich auftretenden Überschwemmungen oder wenn das Auto in einer mit Wasser vollgelaufenen Tiefgarage beschädigt wird, haftet und zahlt die Teilkasko.

Wer aber durch eine offensichtlich überschwemmte Straße fährt und damit einen Schaden am Fahrzeug billigend in Kauf nimmt, muss damit rechnen, dass ihm grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen wird. und die Versicherung nicht greift.

Grundsätzlich gilt die Faustregel: „Kommt das Wasser zum Auto“, zahlt die Kaskoversicherung, „kommt das Auto zum Wasser“, muss der Betroffene selbst für den Schaden aufkommen.

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ml

Martina Lippl

Martina Lippl

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