Weltpremiere

Passat = Premium: Geht die Formel auf?

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Der neue VW Passat.

Im Wettbewerb um die Kunden in der Mittelklasse schickt Volkswagen seinen neuen Passat ins Rennen. Das Modell bewegt sich laut VW neuerdings auf Augenhöhe mit der Konkurrenz im Premiumsegment.

Sprich: Man will bei Mercedes und BMW wildern. Der Passat sei Oberklasse im Mittelklasseformat, sagte VW-Chef Martin Winterkorn am Donnerstag bei der Passat-Premiere in Potsdam. „Weil er ein Auto mit Premium-Anspruch, aber ohne Premium-Kosten ist.“ Das inzwischen schon in achter Generation gebaute Auto ist hierzulande vor allem ein Firmenwagen. Mit zuletzt weltweit rund 1,1 Millionen Verkäufen pro Jahr ist der Passat die wichtigste Baureihe des Zwölf-Marken-Konzerns – noch vor dem Golf. Der Passat steht am oberen Ende in Konkurrenz etwa zum 3er BMW oder der Mercedes-C-Klasse. Nach VW-Lesart tritt der Passat nun „auf Augenhöhe mit den Premiummarken“ an. Eine Ansage nach oben also.

Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn (r) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei der Vorstellung des neuen VW Passat.

Doch die birgt aus Sicht von Auto-Fachmann Ferdinand Dudenhöffer auch Risiken. Er glaubt nicht, dass VW mit dem Passat der Konkurrenz von BMW oder Mercedes all zu viele Kunden abjagen kann. Auf der anderen Seite müsse sich das Modell nach unten hin von der Konzernschwester Skoda mit dem Octavia sowie dem Suberb abgrenzen, die auf einer ähnlichen technischen Basis aufbauten. Wegen dieser Gemeinsamkeit dürfe der Passat beim Preis wiederum nicht zu weit über diesen Skoda-Modellen liegen. „Premium“ als Drahtseilakt also. VW lässt den neuen Passat bei 25.700 Euro starten.

Das ist der neue VW Passat

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tz

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