Fahrbericht

Peugeot 208: Sparwunder mit Fahrspaß

+
Hatte enormen Fahrspaß mit dem Peugeot 208: Unser Autotester Uwe Fajga auf großer Fahrt.

Drei Jahre nach seinem Debüt genehmigt Peugeot seinem kleinen Bestseller, dem 208, eine gelungene Frischzellenkur.

Ein aufgehübschtes Design, neue sparsamere Euro-6-Motoren zwischen 68 und 208 PS sowie modernste Assistenzsysteme und ein verbessertes Infotainment verhelfen dem französischen Kleinwagen zu neuem Schwung.

Ab 11. Juni ist der gallische Polo-Rivale schon ab 12.400 Euro in drei Ausstattungsversionen als 3- oder 5-Türer im Handel. Wir haben getestet, was der charmante kleine Franzose so drin und drauf hat.

Optisch wurde der Peugeot 208 an der Front breiter und dynamischer. Der Kühlergrill glitzert schön mit 3D-Effekt, die Lichter sind moderner, außerdem gibt es sie jetzt auch mit LED-Technik. Spektakulär sind die Rückleuchten mit dem Löwenkrallendesign, so lässt sich der Cityflitzer schon von Weitem erkennen. Besonders auffällig und cool kommt der 208 in der neuen matten Strukturlackierung Ice Silver oder Ice Grey daher, die 680 Euro Aufpreis kostet.

Go-Kart-Feeling im Peugeot 208

Auch das Innere des Zwerges hat Stil – alles ist modern, wertig und gut verarbeitet. Auffällig ist das kleine Lenkrad. Fast Go-Kart-Feeling kommt beim Fahrtest auf kurvenreichen Bergstraßen auf – wozu auch die neue elektrische direkte Lenkung und das überarbeitete komfortable Fahrwerk beiträgt. Die Sitze bieten guten Seitenhalt und sind langstreckentauglich. Im Fond des 3,97 Meter kurzen 208 ist die Kniefreiheit für größere Mitfahrer jedoch begrenzt. Der Kofferraum fasst 331 bis 1152 Liter. Nachteil: Bei umgelegter Rückbank entsteht keine ebene Ladefläche.

Endlich nachgezogen hat Peugeot bei den Extras für den 208: Für 250 Euro Aufpreis ist jetzt ein Mirror-Screen erhältlich, mit dem sich der Smartphoneschirm auf dem sieben Zoll großen Touchscreen spiegeln lässt. Auch ein automatischer City-Notstopp ist jetzt im Angebot, der bis 30 Stundenkilometer einen Aufprall verhindert, dazu gibt es Parkassistent und Rückfahrkamera. Stark verbessert wurde auch die grafische Darstellung des Navis (Aufpreis ab 490 Euro).

Die Leuchten zeigen Krallen: Auf diese Art wirkt der Peugeot 208 dynamischer.

Auffällig im kleinen Franzosenflitzer ist die Geräuscharmut im Wageninneren: Selbst die von uns gefahrenen Benziner-Dreizylinder mit 68 und 110 PS hielten sich bei flotterer Fahrweise akustisch angenehm zurück. Unser Spritverbrauch lag mit 4,9 bzw. 5,5 l/100km jeweils nur einen Liter über dem Normwert.

Neu beim Peugeot 208: Der 1,6l-Blue HDI 120 Allure ist jetzt gegen 1250 Euro Aufpreis auch mit 6-Stufen-Automatik erhältlich. Reine Sparwunder sind die beiden überarbeiteten 1,6Liter-Dieselaggregate mit 100 bzw. 120 PS und Preisen ab 17.950 bzw. 18.700 Euro: Der kleine Selbstzünder soll laut Peugeot im Schnitt nur rekordverdächtige 3,0 Liter/100km benötigen. Bei unserem Test zeigte der Bordcomputer nach zurückhaltender Fahrt tatsächlich ausbaufähige 3,9 Liter an.

Fazit

Der kleine 208 hat das Zeug dazu, wieder ein Großer zu werden: Er ist schicker, flotter, reifer geworden. Fahrspaß ist garantiert und das bei sparsameren Motoren und nur minimal gestiegenen Preisen.

Uwe Fajga

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

So können Sie ihre Punkte in Flensburg online einsehen
So können Sie ihre Punkte in Flensburg online einsehen
BMW testet autonomes Fahren in München
BMW testet autonomes Fahren in München
Gericht untersagt Ladestation in Tiefgarage
Gericht untersagt Ladestation in Tiefgarage
Schottland verbietet Rauchen im Auto
Schottland verbietet Rauchen im Auto

Kommentare