Bissiger Franzose

Peugeot 308 GTi mit viel Sportsgeist

Peugeot 308 GTi
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Alltagstest bestanden: Autor Uwe Fajga nahm hinter dem Sportlenkrad Platz. Trotz seiner 272 PS bietet der Peugeot 308 GTi reichlich Komfort.

Da schlägt das Herz von Fans schneller Kompakter vor freudiger Erwartung höher: Peugeot lässt ab 12. November seine schärfste Raubkatze los –den 272 PS starken Alltagssportler 308 GTi.

Bei einer Ausfahrt mit der neuen viertürigen Sportlimousine haben wir erfahren, ob der schnellste König der Löwenmarke seinem GTi-Namenszusatz auch gerecht wird.

Schick schaut er aus, der 4,25 Meter lange Kraftprotz. Als warte er nur darauf, endlich lossprinten zu dürfen. Aus den beiden verchromten Endrohren brabbelt grimmig-dumpf der Motor. Optisch unterscheidet sich die an den Seiten und am Heck mit einem GTi-Logo verzierte Sportversion deutlich vom Serienmodell: Es gibt größere Lufteinlässe sowie serienmäßig Voll-LED-Scheinwerfer, aggressivere Spoiler an Front und Heck, eine tiefer gelegte Karosserie, eine breitere Spur sowie wuchtige 19-Zoll-Alufelgen mit darunter liegenden roten Bremssätteln.

So sportlich ist der Peugeot 308 GTi

Sportliches Flair auch im Innern: rote Ziernähte, das GTi-Logo am kleinen handlichen Ledersportlenkrad, mit Alu verzierte Einstiegsleisten, Pedale und der matt silbrige Schaltknauf für die manuelle Sechsgangschaltung. Dazu breite Schalensportsitze aus Alcantara, die uns optimalen Seitenhalt bieten und sogar über eine Massagefunktion verfügen. Überraschend viel Platz für Passagiere findet sich selbst in der zweiten Sitzreihe. Angesichts eines Kofferraumvolumens von 420 Liter kann sogar eine Kleinfamilie mit dem Peugeot GTi in Urlaub düsen.

Beim Druck auf den Sportknopf in der Mittelkonsole wird der Löwe richtig munter: Das Kombiinstrument wechselt von weiß auf dunkelrot, die Gasannahme wird direkter und der sonst eher dezente Motorsound wird im Innenraum satter – verstärkt durch einen Soundgenerator.

Beim beherzten Tritt aufs Gaspedal drücken uns die 272 Pferdestärken des überarbeiteten 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbobenziners aus dem RCZ R in die Rücksitze. Ab 2000 Umdrehungen liegt das volle Drehmoment von 330 Newtonmetern an. Obwohl Fahrwerk und Aufhängung zwar rennsporttauglich modifiziert wurden, erwiesen sie sich aber auch auf holpriger Fahrbahn als nicht zu hart, sondern gut austariert.

Äußerlich fällt der Kompaktsportler vor allem durch seine dicken Endrohre.

Ob beim Sprint aus dem Stand in 6,0 Sekunden oder im Zwischenspurt selbst im höheren Gang – der sportlichste Löwe zeigt sich antriebsstark, bissig und dank der direkten Lenkung und des speziellen Torsen-Differenzials auch extrem kurvenstabil. Lediglich die manuelle Sechsgangschaltung könnte etwas kürzere Schaltwege haben. Nach Fahrt auf Autobahn und Landstraße zeigt unser Bordcomputer 8,5 Liter Benzin an – 2,5 Liter mehr als der ausgewiesene günstigste Spritverbrauch.

Fazit

Der Franzose ist ein durchzugsstarker Sportler mit komfortablen Alltagsqualitäten. Preislich liegt der Peugeot 308 GTi bei 34.950 Euro zwar rund 4000 Euro über dem Einstandspreis der Golf-GTI-Konkurrenz, dafür hat er bereits serienmäßig zahlreiche Ex­tras wie Navi, multifunktionales Touchscreen sowie Einparkhilfe vorne und hinten an Bord. Optional gibt es dazu u.a. Rückfahrkamera (280 Euro), ein Panoramaglasdach (600 Euro) sowie die rot-schwarze Sonderlackierung Coupe Franche (1800 Euro).

Uwe Fajga

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