Polizei ermittelt

Kopflos? Kind mit Sprossenleiter "gesichert"

Blitzerfoto Polizei
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Polizeifoto ist ein Kind auf dem Beifahrersitz zu sehen. Der Kopf des Kindes befindet sich zwischen den Leitersprossen.

Ohne Sinn und Verstand hat ein Autofahrer ein Kind auf einem Beifahrersitz gesichert: Ohne Gurt, aber mit einer Leiter über den Kopf. Ein Polizeifoto brachte die kopflose Aktion nun ans Licht.

Beamte der Autobahnpolizei Hannover trauten ihren Augen kaum, als sie Blitzerfotos einer Abstandsmessung auf der A30 Richtung Hannover vom 15.11.2014 auswerteten:    

Auf einem Bild bemerkten die Polizisten ein Kind auf einem Beifahrersitz, das offensichtlich nicht angeschnallt war. Das wäre schon unverantwortlich genug. Doch der Kinderkopf steckte dazu noch zwischen den Sprossen einer Leiter!

Der nicht vorschriftsmäßige Transport auf diese Art ist absolut lebensgefährlich. Die Folgen bei einem Unfall wären katastrophal, warnt die Polizei eindringlich in ihrer Pressemitteilung. Bei einem Aufprall könnte die Kopfstütze einen Genickbruch durch die von hinten nach vorn schnellende Leiter verhindern, aber die vorderen Sprossen würden zu schwersten Gesichts- und Kehlkopfverletzungen führen.

Gegen den Fahrer haben die Polizeibeamten ein Verfahren wegen Nichteinhaltung des erforderlichen Abstands auf der Autobahn und  wegen mangelnder Ladungssicherung (Leiter) mit Gefährdung eingeleitet.

Anschnallpflicht im Bußgeldkatalog 2014

Autofahrer die ohne Gurt erwischt werden, droht seit dem Mai 2014 ein Bußgeld in Höhe von 30 Euro.

Kinder müssen bis zu einer Größe von 150 Zentimetern oder bis zum Alter von 12 Jahren in einem Kindersitz - auch auf dem Beifahrersitz - transportiert werden. Wird ein Kind ohne jede Sicherung im Auto transportiert, muss der Fahrer mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

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ml

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