Profil ist alles

Der nächste Winter kommt bestimmt

Auf Eis und im Schnee müssen Winterreifen unterschiedlichsten Anforderungen genügen. Die Experten von Continental empfehlen mindesten vier Millimeter Profiltiefe.
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Auf Eis und im Schnee müssen Winterreifen unterschiedlichsten Anforderungen genügen. Die Experten von Continental empfehlen mindesten vier Millimeter Profiltiefe.

Haben Sie noch Profil? Der Winter, der kein richtiger war, hat unsere Winterreifen kaum in Anspruch genommen. Doch gerade solche wechselhaften Witterungsverhältnisse – mal matschig, mal trocken...

...mal nass – brauchen einen Reifen, der alles beherrscht. Und, so viel ist sicher: Der nächste Winter kommt bestimmt.

Woran erkennt man aber einen guten Winterreifen? Das aufgedruckte Schneeflockensymbol allein reicht bei der Beurteilung nicht aus – es steht lediglich für die Mindestanforderungen. Der Gesetzgeber fordert eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern auf dem kompletten Reifenumfang. Ist es weniger, kostet es Strafe: 75 Euro und drei Punkte. Reifenexperte Dr. Holger Lange von Continental warnt: „Wer seine Reifen unter vier Millimeter Restprofil nutzt, muss sich der hohen Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer durch den deutlich nachlassenden Grip bewusst sein.“ Der Experte weiß aus langjährigen Tests: Bei vier Millimetern hat ein Reifen immerhin noch 90 Prozent Bremsleistung eines neuen Reifens.

Zeit also, Profil und Leistung seines Reifens nachzuprüfen. Reifenhersteller Continental lud kürzlich ins österreichische Schladming zum Test. Auf den Felgen: der neue ContiWinterContact TS 850, das neueste Model des Hannover Reifenbauers (Listenpreis 123 Euro). Besondere Kennzeichen des Spezialisten für Kompakte und untere Mittelklasse: geringer Abstand der Lamellen, mehr und kräftigere Profilblöcke, was zur Folge hat, dass der Reifen mehr Schnee aufnehmen kann und damit auch besseren Grip hat. Beim Test (u.a. Vollbremsung bei 50 km/h) zeigt sich, dass der TS 850 im Durchschnitt einen zehn Prozent kürzeren Bremsweg hat als ein vergleichbarer Reifen der Konkurrenz. Mit dem Conti ist nach durchschnittlich 15 Metern Stopp.

Allerdings: Wie auf der Straße ändern sich auch auf der Teststrecke die Bedingungen minütlich. Aus Schnee wird zunehmend Matsch, später trocknet die Fahrbahn an: eine Herausforderung für den Reifen. Dr. Holger Lange: „Ein guter Winterreifen muss eben beides können.“ Das Profil muss weich für Schnee und Matsch sein, aber auch gleichzeitig fest und hart, wenn es wieder trocken ist.

Und wenn es richtig eisig ist? „Ganz ehrlich, da kann auch der beste Reifen nichts ausrichten“, gibt Lange zu. „Am besten Sie lassen dann das Auto stehen.“ Helfen würden rein theoretisch da nur Spikes, „doch die sind bei uns in Deutschland nicht zugelassen“.

Zehn Tipps für den Autofrühling

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Maria Zsolnay

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E-Mail:Maria.Zsolnay@tz.de

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