Für Familien im Gelände

Range Rover Discovery: Für Familien im Gelände

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Range Rover Discovery: Für Familien im Gelände.

Einer geht noch, einer geht noch rein! Nach dieser Devise räumen Autobauer einen SUV nach dem anderen in einen Markt, den es bis vor wenigen Jahren noch gar nicht gab.

Und auch die Urväter des SUVs, die britischen Autobauer von Land Rover, haben einen Neuen. Den Discovery Sport. Dessen Mission ist klar: Die jüngere Erfolgsgeschichte der Briten, die mit dem Siegeszug des Lifestyle-SUVs Evoque so traumhaft begann, fortzusetzen und, wenn möglich, neue Absatzmärkte zu erschließen.

Das Rüstzeug hat er jedenfalls dazu. Denn der Discovery Sport ist größer und mit 32.250 Euro Grundpreis für den Front­angetriebenen rund 1000 Euro billiger als der Evoque, ansonsten besitzt der Neue das gleiche Erbgut wie sein (kleiner) Bruder: progressives Design gepaart mit absoluter Geländetauglichkeit. Das Aussehen des neuen Familienmitglieds ist eine Kreuzung aus dem Discovery, dem großen Range Rover (Zitate findet man bei den Scheinwerfern, vor allem bei den Heckleuchten) und dem Evoque, von dem er die gedrungene Gestalt und die motzige nach hinten gerichtete Baseballkappen-Silhouette hat.

Im Gelände ist der Range Discovery Sport – wie es bei Land Rover gute Tradition ist – ein Großer. Mit eine Wattiefe von 600 Millimetern fehlt ihm zwar ein Drittel zum großen Range, aber für die meisten europäischen Furten dürfte das genügen. Die fürs Gelände wichtigen Maße sind: 212 Millimeter Bodenfreiheit, Böschungswinkel 25 Grad (vorne) und 31 Grad (hinten) sowie ein Rampenwinkel von 21 Grad.

Größe zeigt der Kleine (mit 4,60 Metern Länge ist der Discovery Sport wirklich ein Kompaktwagen) vor allem im Innenraum. Bei sieben Sitzen kann man schon fast die ganze Familie mit zwei Kindern und allen Großeltern unterbringen. Dabei sind hinten nicht unbedingt die billigen Plätze. Wie im Theater steigt die Bestuhlung stufenweise an, sodass jeder einen guten Blick nach vorne werfen kann. Bei so viel Sicht muss das riesige Glasdach, das fast den ganzen Fahrzeughimmel einnimmt, schon gar nicht mehr auf die Extraliste gesetzt werden. Mit 981 Litern Fassungsvermögen im Fünf-Sitz-Betrieb und 1698 Litern, wenn beide Rückbänke umgeklappt sind, steht auch ausgedehnten Besuchen im Baumarkt nichts entgegen.

Obwohl mit kompakten Maßen längst nicht der Größte im Segment, bietet der Range Rover Discovery für bis zu sieben Insassen ausreichend Platz und Luftigkeit. Letztere kann man bei Bedarf durch ein Panoramaglasdach noch steigern

Viel Raum haben auch Fahrer und Beifahrer, sie sitzen schon fast wie in einer Luxuslimousine. Dazu passt das aufgeräumte, nüchtern-feine Interieur. Und – Gott sei Dank – hat man sich endlich dazu durchgerungen, eine neue Bedieneinheit mit Touchscreen einzubauen – über den umständlichen Vorgänger wollen wir an dieser Stelle lieber nicht mehr sprechen. Über das mit Bosch entwickelte InControl-System lassen sich sowohl Apple- als auch Android-Handys aufs Display spiegeln, damit verfügt man auch über ein jederzeit aktuelles Navi. Entsprechende fürs Auto zugelassene Apps folgen.

Was neben Platz und Komfort im Innenraum bei der ersten Ausfahrt auffällt: Auch das Fahrwerk des Briten hat dazugewonnen. Der Geländewagen, übrigens der Nachfolger des Freelanders, bügelt auch die unebenste Straße glatt. Dabei vermittelt das Fahrwerk trotzdem die erforderliche Härte, um einem ein gutes Gefühl für die Straße zu geben.

Motoren im Range Rover Discovery

Bei den Motoren setzt Land Rover auf zwei Diesel (150 und 190 PS) und einen Benziner (240 PS). Wir fuhren den Benziner und den großen Diesel. Bei ersterem ist nicht wirklich was auszusetzen, ordentlich ist die Fahrleistung mit 8,2 Sekunden von null auf 100. Was die Power angeht, so würden wir zum großen Diesel raten. Der vermittelt mit einem Drehmoment von 420 Nm und 8,9 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer den entsprechenden Spaßfaktor. Beim Verbrauch liegt er unter eher widrigen Testbedingungen (Schnee, Eis, Temperaturen unter null Grad, starker Gegenwind) mit acht Litern zwar nicht unbedingt auf Spritspar-Rekordkurs, aber er steht durchaus im Verhältnis zum entsprechenden Fahr­spaß.

Fazit

Der Discovery Sport ist nicht noch einer, der in das SUV-Segment reingeht, obwohl es schon voll ist. Nein, er hat das Zeug dazu, den Markt noch weiter zu öffnen. Denn ein familien- und geländetaugliches Fahrzeug mit Lifestyle-Charakter findet sich so (noch) nicht. Man darf gespannt sein, wer das als Erster nachmacht.

Der neue Range Rover Discovery Sport

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RDF

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