Mit Kulleraugen

Renault Twingo: Poppig kleiner Stadtflitzer!

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Schick und knuddelig: Der neue Twingo zielt weiter aufs weibliche Publikum.

Der Twingo ist erwachsen geworden: Die 3. Generation des kultigen kleinen Stadtflitzers ist fescher, flotter, technisch versierter und bietet mehr Platz als sein Vorgänger.

Erstmals gibt’s den neuen Mini-Renault ausschließlich mit fünf Türen sowie mit Heckantrieb für die beiden sparsameren Dreizylinder-Benzinmotoren (71 bzw. 90 PS). Der Einstiegspreis für den Renault Twingo liegt bei 9.590 Euro – 400 Euro günstiger als der Vorgänger. Wir haben uns davon überzeugt, was der kompakte Franzose so drauf hat.

Optik

Schick, kraftvoll, knuddelig – das Kerlchen mit den typischen Twingo-Kulleraugen kommt sofort sympathisch rüber. Auffällig die breiten, sportlichen Radläufe sowie die durchgehende schnittige Seitenlinie. Markant die hohen kraftvollen Schultern am Heck mit der großen getönten Glasklappe. Für die individuelle Gestaltung stehen zudem sieben neue Farben sowie zig Design- und Dekorangebote für außen und innen zur Auswahl.

Innenraum

Bei den drei Ausstattungsvarianten dominiert viel Hartplastik, aber auch poppig-buntes Kunststoffdesign. Toll das große elektrische Faltschiebedach, das fast Cabrio-Feeling erzeugt (Aufpreis 990 Euro). Das Cockpit im Renault Twingo ist solide und zweckmäßig; schick und übersichtlich: der große Tacho. Nachteil: Die hinteren Fenster lassen sich nur aufstellen.

Multimedia

Drinnen: Viel Kunststoff, aber total buntgescheckt.

Hier gibt’s zwei Möglichkeiten: Die Infotainment-App R&Go verbindet das Auto mit einem Smartphone, auf dem Funktionen wie Navi, Multimedia oder Bordcomputer angezeigt und gesteuert werden können. Alternativ und optional ist das Onlinesystem Renault R-Link Evolution mit einem 7-Zoll-Touchscreen-Monitor und Digitalradio. Paketpreis: 900 Euro mit Rückfahrkamera, Einparkhilfe und USB-Anschluss.

Sitzkomfort

Der Radstand des 3,60 Meter langen Twingo wurde wegen des Heckmotors um 13 Zentimeter verlängert. Das bringt auf den vorderen Sitzen mehr Platz auch für größere Personen. Im Fond wird’s jedoch für größere Mitfahrer mangels Beinfreiheit auf Dauer unbequem. Der Einstieg bei den neuen Fondtüren ist hingegen problemlos.

Raumangebot

Drinnen: Viel Kunststoff, aber total buntgescheckt.

Das Ladevolumen des Kofferraums schrumpft wegen des Heckmotors auf nur 219 Liter bzw. auf 980 Liter bei umgelegter Rückbank. Dafür lässt sich auch die Beifahrerlehne umklappen und ermöglicht den Transport von bis zu 2,30 Meter langen Gegenständen. Nachteile: Die Rückbank lässt sich nicht mehr verschieben und die Ladekante über dem Heckmotor ist mit 80 Zentimetern sehr hoch. Positiv hingegen: Die vielen cleveren Ablagen und Staufächer in Türen, unter der Rückbank sowie das herausnehmbare Handschuhfach, das als Tragetasche dienen kann.

Motoren und Verbrauch

Zwei Dreizylinder-Benziner stehen zunächst nur mit 5-Gang-Schaltgetriebe zur Verfügung: Der 71 PS (0 auf 100 in 14,5 Sekunden, Spitze 151, unser Verbrauch: 5,1 Liter) ist ideal für Stadtverkehr und Landstraßen. Richtig Fahrspaß auch auf der Autobahn kommt auf mit dem spritzigen und drehfreudigen 90 PS-Turbo TCe (von Null auf 100 in 10,8 Sekunden, Spitze 165). Unser Verbrauch: 6,6 Liter.

Fahrkomfort

Der neue Twingo ist handlich, die Lenkung leichtgängig, das straffe Fahrwerk dämpft selbst Bodenwellen optimal. Der Heckmotor ist gut gedämmt und kaum hörbar. Etwas störend sind Windgeräusche ab Tempo 100. Traumhaft hingegen der Wendekreis von nur 8,60 Metern – ideal für den Stadtverkehr und das Einparken in engen Parklücken bzw. Parkhäusern.

Fazit

Der schnucklige kleine Franzose hat trotz einiger Defizite gute Chancen, wieder zum Kultauto zu werden – nicht nur für Frauen und Familien.

So Twingo, der neue Renault Twingo

So Twingo, der neue Renault Twingo

Uwe Fajga

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