Krasse Erziehung

Vater lässt diesen frisierten Roller schreddern

Konsequent: Vater lässt den frisierten Motorroller von seinem Sohn (17) verschrotten. Die Polizei zeigt die Vorher-Nachher Fotos.
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Konsequent: Vater lässt den frisierten Motorroller von seinem Sohn (17) verschrotten. Die Polizei zeigt die Vorher-Nachher Fotos.

Dieser Anblick erschüttert Mofafans: Von einem Roller ist nur noch ein Häufchen übrig. Diese Fotos hat ein Vater geknipst. Die Polizei Borken hat sie jetzt zur Abschreckung veröffentlicht.

In der vergangenen Woche hatten Polizeibeamte einen 17-jährigen Motorrollerfahrer in Ahaus (Kreis Borken) mit seinem Roller gestoppt. Der laute Auspuff war den Beamten aufgefallen. Bei der Kontrolle stellten die Polizisten sofort einige Veränderungen fest: unzulässiges Federbein, unzulässiger Auspuff, Hauptständer gegen nur mit der Hand ausklappbaren Seitenständer ausgetaucht, unzulässige blaue LEDs im Scheinwerfer. Statt der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit, konnte der Roller sogar locker Tempo 100 fahren.

Der Vater des 17-Jährigen machte nach dem Vorfall kurzen Prozess. Um sicherzustellen, dass mit diesem Roller niemand mehr gefährdet werden kann, ließ er den Motorroller verschrotten.

Die Polizei Borken hat nun die Vorher-Nachher Fotos von der Erziehungsmaßnahme veröffentlicht und zwar zur Abschreckung. Frisierte Mofos gehören nämlich bei vielen zu den klassischen Jugendsünden. Allerdings sind die Folgen mit einem getunten Mofa erwischt zu werden, ganz schön heftig.

Bei Tempo 25 ist Schluss

Denn mit einer Mofa-Prüfbescheinigung kann jeder ab 15 Jahren Gas geben, doch bei einem Hubraum von 50 ccm und 25 Studenkilometern ist dann aber Schluss. Cool ist das Tempo nicht, und so steigt die Versuchung am Fahruntersatz rumzuschrauben.

Das ist ein großer Fehler! Denn, wer mit einem frisierten Roller schneller als 25 km/h unterwegs ist, fährt ohne gültigen Führerschein. Eine Mofa-Prüfungsbescheinigung reicht dafür nicht aus. 

Das Fahren ohne Fahrerlaubnis ist eine Straftat, wer dabei erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe und mit einer Haftstrafe bis zu einem Jahr rechnen. Die Polizei meldet die Fälle auch der Führerscheinstelle. Das kann sich negativ auswirken, wenn die Jugendlichen später eine richtige Fahrerlaubnis erwerben wollen.

Bei einem Unfall mit einem frisierten Roller können Versicherungen den Versicherungsnehmer in Regress nehmen. Dann begleicht die Versicherung erst den Schaden, doch holt sie sich das Geld zurück. Schnell stecken Teenager dann in der Schuldenfalle.

Neben den drohenden Kosten und Strafen, sind frisierte Mofas, aber auch lebensgefährlich: Erst im letzten Jahr verstarb ein 15-Jähriger im Kreis Borken bei einem Verkehrsunfall. Er hatte den frisierten Motorroller eines Bekannten benutzt, war von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Telefonmasten geprallt.

Die irrsten Autofahrer der Welt

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ml

Martina Lippl

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E-Mail:martina.lippl@merkur.de

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