Seat Ibiza Connect: Auf der Straße voll verbunden

Seat Ibiza
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Außen hat sich beim Seat Ibiza wenig getan. Gebastelt wurde beim Facelift vor allem an den inneren Werten.

Er ist ein Frauenliebling und vor allem die jüngere Generation findet ihn cool. Entsprechend wurde der spanische Stadtflitzer Seat Ibiza an die Anforderungen seiner Klientel angepasst.

Modernstes Infotainment und Smartphone-Anbindung, farbliche Individualität in der Ausstattung sowie neue Sicherheitssysteme und Motoren sollen das Spaßmobil begehrenswerter machen. Ab sofort gibt’s den Ibiza als Drei- und Fünftürer sowie Kombi in fünf Ausstattungsstufen und mit acht Motorvarianten zwischen 75 und 150 PS. Die Preise für den Seat Ibiza beginnen bei 11.990 Euro.

Äußerlich hat sich der rund vier Meter lange Polo-Cousin nur dezent verändert: Lediglich die Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht wurden neu gestaltet. Felgen und Außenspiegel können gegen Aufpreis (150 – 520 Euro) in anderer Lackierung als die Karosserie geordert werden. Die Farbpalette wurde um Nuancen wie Moonstone oder Chili Rot erweitert. Auch der übersichtlich und aufgeräumt wirkende Innenraum und die Sitze können durch Color-Pakete individuell gestaltet werden.

Seat Ibiza.

Auf den Vordersitzen der Basisversionen sitzt man allerdings nicht gerade komfortabel, auch der Seitenhalt lässt zu wünschen übrig. Und die Rücksitze sind mangels Beinfreiheit eher für kleinere Mitfahrer geeignet. Doch gibt’s ja alternativ den Kombi – für 1500 Euro Aufpreis. Optional sind vorn auch bequemere Sportsitze mit Alcantara (600 Euro) erhältlich. Serienmäßig ist im Ibiza das kleine sportliche Lenkrad. Das Armaturenbrett wirkt mit seiner Soft-Touch-Verkleidung jetzt wertiger.

Besonders wichtig für die junge Käuferschicht dürfte das neue Infotainment-System und die Smartphone-Anbindung im Ibiza sein. Durch die Full-Link-Technik (170 Euro) kann das Display aller gängigen Smartphones per USB-Kabel auf das Media-System-Plus (285 Euro) mit seinem 6,5 Zoll großen Touchscreen übertragen werden. Damit kann der Fahrer sämtliche Funktionen einfach und verkehrssicher per Sprachsteuerung nutzen. Sogar eingehende Nachrichten wie E-Mails, SMS oder Accounts von Facebook und Twitter kann er sich vorlesen lassen – und per Spracheingabe beantworten.

Neu und exklusiv ist die Gestensteuerung: Mit Gesten auf dem Touchscreen des Infotainment-Systems lassen sich Anrufe oder Kontaktadressen aufrufen. Eine Connectapp liefert zudem Infos wie die aktuelle Wettervorhersage oder auch Termine aus dem Facebook-Account.

Touch-Screen, Sprach- und Gestensteuerung – der Seat Ibiza zielt direkt auf die Bedürfnisse der jungen Klientel.

Optional ist im Ibiza ein Navi (400 Euro) integrierbar, das sich bei unseren Fahrten allerdings häufig als recht langsam entpuppte. Zudem bietet das Ibiza-Portfolio neue Sicherheitssysteme wie Müdigkeitserkennung (190 Euro) und Multikollisionsbremse. Angenehm und serienmäßig ist die feiner abgestimmte Lenkung sowie die sanftere Federung, die selbst größere Unebenheiten wegsteckt.

Neu in der Motorenpalette von insgesamt acht Antrieben sind drei Einliter-Benziner mit drei Zylindern und 75, 95 oder 110 PS. In den beiden kleineren Versionen waren wir im Stadt-und Überlandtest agil und antriebsstark unterwegs, wenn es auch mit zunehmendem Tempo im Inneren ordentlich laut wurde. Der Verbrauch lag bei rund 6,5 Liter pro 100 km – ausgewiesen waren 4,8 bzw. 4,2 Liter. Wesentlich weniger geräusch- belastet fuhren wir im ebenfalls neuen 1,4-Liter Vierzylinder mit 150 PS: In 7,6 Sekunden beschleunigte er von null auf 100 km/h, die Spitze ist bei 220 km/h erreicht. Verbrauch: rund 6,2 Liter (Normverbrauch 4,8 Liter). Komplettiert wird die Ibiza-Familie im März 2016 mit dem 1,8-Liter Cupra mit 192 PS. Kostenpunkt: ab 23.060 Euro. Auch ein Ibiza SUV soll folgen.

Uwe Fajga

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