Ein Spanier für Sportler und Sparer

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Spanische Verführung: Seat präsentiert mit dem Ibiza FR noch mehr Power bei geringerem Verbrauch

Er reagiert präzise auf die leichtgängige Lenkung und flitzt sicher um die Kurven - kein Wunder, dass der Seat Ibiza FR mit seinem spanischen Temperament gut ankommt. Und dabei noch sparsam ist.

„Wir sind gut unterwegs“, freut sich Melanie Stöckl, Leiterin der Seat-Presseabteilung, „denn wir haben 2009 ein Zulassungsplus von 41 Prozent geschafft und knapp 70 000 Autos verkauft. Das sind über 20 000 mehr als im Jahr 2008. Die Umweltprämie hat da natürlich mit geholfen“.

Bestseller im Programm ist der Ibiza, dessen Verkäufe um 66 Prozent geradezu raketenhaft stiegen. Das wird sich 2010 zwar nicht wiederholen, aber neue Modelle, wie der kommende Ibiza Kombi, „werden das spanische Feuer weiterhin heiß halten“, so Stöckl. Brandneu im Programm ist neben dem 150 PS starken Ibiza FR mit Benzinmotor jetzt eine 143 PS starke Coomon- Rail-Diesel-Variante, die den bisherigen FR 1.9 TDI mit 130 PS ablöst.

Tadelloses Innendesign: Alle Knöpfe und Hebel sitzen am rechten Fleck

Erster Fahreindruck: Mit 2,0 Liter Hubraum und einem Drehmoment von 320 Nm zwischen 1750 und 2500 Umdrehungen geht der 2,0-l-Diesel bei Bedarf derart vehement zur Sache, das die elektronischen Heinzelmännchen oft alle Hände voll zu tun haben um die Kraft an den Vorderrädern zu bändigen. Es geht aber auch ganz gelassen, denn man kann auch mit niedrigen Drehzahlen in den oberen Gängen dahin gleiten, und hat dennoch immer jede Menge Kraftreserven. Das macht souverän und Spaß, und im unteren Drehzahlbereich bleibt der Diesel auch angenehm ruhig.

Der Normverbrauch soll bei 5,9/3,9/4,6 l/100 km (inner-/ außerorts/kombiniert), der CO2-Ausstoß bei 119 g/km liegen. Damit ist der neue FR, der immerhin 210 km/h rennt und in 8,2 sek. auf 100 km/h spurtet, jetzt sogar sparsamer als sein schwächerer Vorgänger. Und er ist deutlich besser als die 150-PS-Benzin-Version, die bei 6,3 l/100 km und 146 g/100 CO2 liegt. Am Fahrverhalten gibt es nichts zu kritisieren.

Das Auto reagiert präzise auf die leichtgängige Lenkung und flitzt sicher um die Kurven. Aber die breiten und flachen Reifen (Serie 215/40 R 17) haben wenig Eigenfederung und rollen auf Unebenheiten oft unkomfortabel hart ab - was sportlich orientierte Fahrer aber sogar mögen.

Außen unterscheidet sich der FR wie bisher mit anderer Aufmachung (Grill, Schweller) von den zahmeren Ibiza- Modellen, innen sind Verarbeitung und Ausstattung bestens. Mit Preisen ab 20 490 Euro ist der FR allerdings kein billiger Spaß.

Edles Ambiente: Im Schaltknauf ist das FR-Signet eingearbeitet

Wer auf sportliche Aufmachung und viel PS keinen Wert legt, der ist mit dem zahmeren Ibiza 1.6 TDI CR gut bedient. Der mit 90 oder 105 PS angebotene Common-Rail-Diesel hat den 1.9 TDI abgelöst und die 90-PS-Version hat sich bei uns im Test bestens bewährt. Die Kraft reicht völlig aus, auch um mit bis zu 178 km/h auf der Autobahn zu reisen. Und mit einem Normverbrauch von 5,1/3,6/4,2 l/100 km (inner-/außerorts/ kombiniert) sowie dem Co2- Ausstoß von nur 109 g/km liegt dieser Ibiza sehr günstig - wir fuhren ihn mit durchschnittlich 4,0 bis 4,4 l/100 km.

Günstig sind auch die Preise: den sparsamen 1.6 TDI CR gibt es ab 15 250 Euro. Das ist für den sympathischen Spanier – auch angesichts seiner sehr guten Technik (Basis vom VW Polo) – ein bemerkenswert gutes Angebot in dieser Klasse.

str.

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