Spanischer Kombi mit 280 PS

Seat Leon Cupra ST: Griffiger Allrounder

Seat Leon Cupra ST
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Feiner Anblick: rundherum edel, nicht übertrieben sportlich, elegant im Design – der Cupra ST. Dank seiner 280 PS werden ihn auch viele von hinten bewundern können.

Der Seat Leon Cupra ST hat einen Zacken zugelegt. Doch für wenn ist der Kombi mit 280 PS? Einer für alle und alles sozusagen. Ein Rennfamilienlangstreckensportwagenkombi.

So zumindest der Wunschvatergedanke von Seat-Deutschlandchef Bernhard Bauer bei der Vorstellung des neuen Seat Leon Cupra ST auf Mallorca: „Dynamisch, effizient, designorientiert und jugendlich“ (wie ja bekanntlich die Marke überhaupt) sei der neue Seat Leon Cupra ST. Ein „Von-bis-Fahrzeug“, wie Bauer es nennt: geeignet für alle, vom Single über die Familie bis zum Sportler. Aber Absatzspaß und Marketingsprech beiseite: Dieser Wagen bietet wirklich was, das vielen gefallen könnte: Viel Platz und rrrrrichtig viel Bumms! Ungestümen offeriert unser neuer Allrounder zwei fast schon magische Argumente: 265, Verzeihung, sogar 280 PS! Und das alles auch noch lediglich für ab 34 500 Euro.

Jetzt kein totales Sonderangebot – aber günstig genug und dafür ist doch auch viel geboten: LED-Scheinwerfer, adaptives Fahrwerk, mechanisches Sperrdifferenzial, Alcantara-Sportsitze, 19-Zöller … aber vor allem: Fahrspaß! Ruckzuck zurrt die Maximalausstattung unseren aufgeladenen Zweiliter in sechs Sekündchen von null auf 100 hoch – und die Spitze liegt bei (leider abgeriegelten) 250 km/h des 2.0-Konzern-TSI. Das straff sportliche Fahrwerk, die ausreichend abgestimmte Sechs-Gang-Manuelle (oder wahlweise die DSG-Automatik) sind nicht nur auf dem Handling-Parcours allen Zickzacks, Schleifen, Kurven und Wasserspielen voll gewachsen. Dieses Auto bringt motorisch und vom Fahrwerk her auf allen Strecken garantierten Grip. Nur ein Detail (aber der besondere Stolz der Entwickler) – die Forderachsquersperre (FAQ): Sie verlagert mehr Drehmoment aufs jeweils äußere Vorderrad und verhindert so Fronttriebler-typisches Untersteuern.

Dank seiner 280 PS werden ihn auch viele von hinten bewundern können.

Mit knapp unter acht Minuten machte ein Seat-Werksrennfahrer den Cupra letzthin auf der Nordschleife des Nürburgrings übrigens zum „schnellsten Kombi“. Wer sich diesen Orden an seine automobile Brust heften will, nur zu! Der könnte dann ja auch gleich zu einem der angebotenen Sport-Pakete mit Brembo-Bremsen und Semi-Slicks (ab 3000 Euro) greifen. Ob er allerdings bei dem Fahrstil die werksangeblichen sieben Liter Edelsprit auch nur im entferntesten erreicht – liegt weit außerhalb unseres Vorstellungsvermögens. Auch der kleine, „nur“ 265 PS starke Cupra reicht übrigens vollkommen, um durchschnittliche Ampelkonkurrenz tief in die zwei stylischen Chromauspuffrohre blicken zu lassen. Aber auch ein dezenter Diffusor kann sich ja sehen lassen … wie überhaupt der ganze Cupra: Unser Muskelpaket gibt sich sehr adrett und elegant. Ein Leistungssportler, der im Maßanzug steckt, nicht hemdsärmlig, sondern durchaus wohlangezogen daherkommt. Er stammt halt von spanischen Granden ab.

Dazu der recht großzügige Kombiraum mit doppeltem Ladeboden sowie reichlich Ablagefächern (clever: der Schub unter dem Fahrersitz), die dem Cupra maximal 1470 Liter Ladevolumen bringen: Fertig ist das Allroundvergnügen. Mal sehen, wie die Kunden es sehen.

Das ist der Seat Leon ST Cupra

Das ist der Seat Leon ST Cupra

Oliver Menner

Oliver Menner

Oliver Menner

E-Mail:Oliver.Menner@tz.de

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