Verdacht der Untreue

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen ADAC ein

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Kommt der ADAC jetzt zur Ruhe?

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg ihre Ermittlungen gegen zwei Mitarbeiter des ADAC Nordbayern eingestellt. Weihnachtsfeiern für die Frauen der Vorstände wären demnach per ADAC-Satzung erlaubt.

Nach Untreue-Vorwürfen hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg ihre Ermittlungen gegen zwei Mitarbeiter des ADAC Nordbayern eingestellt. Die Behörde war anonymen Hinweisen nachgegangen, dass der selbstständige Regionalclub aus Mitgliedsbeiträgen unrechtmäßig Weihnachts- oder Geburtstagsfeiern für Vorstände und ihre Frauen finanziert habe. Zudem habe es Arbeitstagungen gegeben, an denen die Ehefrauen teilgenommen hätten. Im April durchsuchte die Behörde daher die Nürnberger Geschäftsstelle des Clubs. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag sagte, sei dies jedoch in der Satzung des Clubs geregelt gewesen.

Geburtstagsfeiern und Geschenke regelt die Satzung

Demnach sollen Ehrenamtliche des Clubs für ihre Ausgaben entschädigt werden. Auch wer an Geburtstags- und Weihnachtsfeiern teilnehmen darf und Geschenke zu Geburtstagen bekommt, sei geregelt. Über die Satzung bestimme der Vorstand. Es habe daher keinen gravierenden Verstoß gegen das Regelwerk gegeben, sagte die Sprecherin. Außerdem seien die Ausgaben im Verhältnis zum Jahresetat nicht ungemessen hoch gewesen.

Der ADAC Nordbayern war in den vergangenen Jahren immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert worden. Auch Ermittlungen der Behörden gab es bereits. Der ADAC hat sich inzwischen etliche Reformen verordnet, dazu gehören auch Richtlinien für das Verhalten von Mitarbeitern und den Umgang mit Geld.

dpa

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