Erster Eindruck

Subaru Outback: Kraftpaket mit Adleraugen

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Knackige Formen: der neue Subaru Outback.

„Ein völlig neues Modell“, verspricht Subaru mit dem neuen Outback, ein Auto für Individualisten. Und technische Lösungen, die es so bei keiner anderen Marke gibt.

Besonders auf EyeSight sind die Japaner stolz: Ihr Fahrer-Assistenzsystem, das ausschließlich über die optische Erfassung von Umgebungsdaten funktioniert und künftig viele Unfälle vermeiden soll. Subaru will damit den Weg in Richtung des autonomen Autos beschreiten und präsentiert sein Adlerauge bereits seit dem 28. März bei den Händlern. Der Outback bleibt, mittlerweile in der fünften Generation, immer noch ein Kraftpaket. Wir haben ihn in Franken getestet.

Neue Optik, überarbeitete Motoren und neue Elemente im Innenraum: Gegenüber den Vorgängerversionen hat Subaru einiges investiert, um den Crossover aus Limousine und SUV attraktiver zu gestalten. Außen sind die Kotflügel breiter und die Reifen mit 17-Zoll-Felgen größer geworden, ebenso auch die Nebelscheinwerfer. Der sechseckige Kühlergrill formt das Gesicht des Outback. Durch seine ausgestellten Flanken wirkt er dynamisch und kraftvoll, die großen Türausschnitte erleichtern das Einsteigen auch für ältere Fahrer.

Der Subaru Outback ist gewachsen

Das EyeSight-System sitzt hinter dem Rückspiegel, misst den Abstand zum Vordermann und reagiert bei Bedarf mit Bremsvorgängen.

Mit 4,81 Metern Länge und 1,84 Metern Breite ist der neue Outback jeweils um zwei Zentimeter gewachsen. Auf der Straße liegt er angenehm ruhig, beschleunigt mit seinen (je nach Modell) 150 bis 175 PS recht zackig und erreicht ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern. Der Boxermotor fühlt sich vor allem in langen Kurven wohl, die er auch mit Tempo souverän meistert. Wer sich im Gelände austoben will, kann auf 200 Millimeter Bodenfreiheit zählen sowie auf einen Böschungswinkel von 18,5 Grad vorne und 22,5 an der Hinterachse.

Das Ladevolumen im Kofferraum ist von 526 auf nunmehr 559 Liter vergrößert worden. Wer die Sitze hinten umlegt, kommt problemlos sogar auf 1848 Liter. Lange Reisen sollten da kein Problem sein. Zudem sitzt es sich sehr angenehm. Optisch fällt der sieben Zoll große Bildschirm in der Mittelkonsole positiv auf, der einfach bedienbar ist: Er weist eine ideale Fingerdruck-Sensibilität auf, die nicht schlechter als beim iPad ist. Ansonsten ist das Innenleben des Outback eher solide als schick.

Das technische Highlight des Outback sitzt über dem Innenspiegel: EyeSight funktioniert über zwei Kameralinsen, die ein stereokopisches Bild erzeugen, um während der Fahrt den Abstand nach vorne zu messen. Das Kamerasystem ist eine Eigenentwicklung von Subaru. Es überlagert die beiden Aufnahmen mit einer angekoppelten Software und misst so die Distanz zu vorausfahrenden Fahrzeugen, Hindernissen oder auch Fußgängern. Mit anderen Worten: Der Outback leiht dem Fahrer seine Adleraugen.

Autor Andreas Thieme ist vom EyeSight-System beeindruckt.

Beeindruckend: Mit bis zu 50 km/h bremst EyeSight im Notfall selbstständig, der Outback kommt rechtzeitig vor dem Hindernis zum Stehen. Zugegeben, in der Theorie klang das noch komisch: Muss ich jetzt Angst haben, dass mein Auto mich übergeht? Klare Antwort: Nein. Mit EyeSight erkennt das Auto das sich nähernde Hindernis oft schneller als der Fahrer, warnt entsprechend – oder bremst selbst. Und zwar zum technisch günstigsten Zeitpunkt, den der Fahrer so eben oft nicht einschätzen könnte. Das funktioniert – und begeistert. Weil es ein Stück Zukunft ist. Per Knopfdruck am Lenkrad kann der Fahrer den Assistenten einschalten, in Verbindung mit dem Tempomaten. Insgesamt sind vier verschiedene Abstandsvarianten möglich.

Erhältlich ist der neue Outback bereits seit dem 28. März in vier Ausstattungsvarianten (Trend, Active, Comfort und Sport). Preislich liegt der Japaner durchschnittlich etwa 2500 Euro unter seinen Vorgängerversionen. Ab 34.400 Euro ist der 2.0 Trend zu haben, das Spitzenmodell Outback 2.0 D Sport kostet 42.900 Euro. Aus technischen Gründen ist EyeSight nur den stufenlosen Automatik-Varianten mit Lineartronic vorbehalten.

Andreas Thieme

Subaru Outback: Fürs kleine Abenteuer zwischendurch

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Andreas Thieme

Andreas Thieme

E-Mail:Andreas.Thieme@tz.de

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