Der neue Celerio

Suzuki: Marke steht für Leistung und Normalität

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Suzukis neuer Celerio: Er bietet reichlich Auto (ohne viel Schnickschnack) für wenig Geld.

Hand aufs Herz: Nutzen Sie alle Finessen, die Ihr Auto bietet? Vermutlich nicht, denn ein Auto soll im Alltag vor allem eines: uns schnell und sicher von A nach B bringen.

Suzuki, heuer seit 30 Jahren mit eigener Distribution in Deutschland, erhebt die Normalität zum Markenzeichen. Dabei wollen die Japaner noch heuer einen neuen Akzent setzen – mit dem Celerio. Der Kleinstwagen rangiert in der Suzuki-Modellpalette zwischen dem Alto und dem Splash. Die Größe des Celerio ist, dass er so klein ist: Gerade einmal 3,60 Meter ist er lang. Durch den dafür extrem langen Radstand von 2,42 Metern bietet er im Inneren viel Platz.

Suzuki Celerio

Das Dach verläuft nahezu waagrecht – das heißt: Auch der Rücksitz bietet bei einer Höhe von 1,53 Metern Kopffreiheit. Im Kofferraum, hat man bei Suzuki ausgerechnet, bringt man zwei volle Einkaufstüten und neun 1,5-Liter-Sixpacks Getränke unter. Der Auto fahrenden Bevölkerung soll er als Zweitwagen und City-Flitzer schmackhaft gemacht werden. Der Preis steht noch nicht fest, dürfte aber unter 10.000 Euro liegen. Vorgesehen sind zwei 68 PS starke Motoren. Gefertigt werden wird der Celerio in Thailand.

Der Suzuki Swift

Hand angelegt hat man bei Suzuki am Lieblingskind, dem Swift, der ab 11.190 Euro zu haben ist. Insgesamt hat die kompakte, wendige, aber wenig aufsehenerregende Swift-Familie vier Produktlinien. Alle verfügen über ESP, sieben Airbags und Isofix-Kindersicherung. Die Modellreihen Basic, Club und Comfort haben 94 Pferdchen unter der Haube. Aus der Deckung wagt sich der Swift Sport mit Sportsitzen, Xenon-Scheinwerfern, 17-Zoll-Alufelgen, Seitenschwellern und Doppelrohr-Auspuff. Er düst mit 136 PS durch die Landschaft.

Heuer neu dazugekommen sind eine Schaltpunkt- und Reifendruckkontrollanzeige sowie neue Optionspakete. Der Swift-Club bekommt für 300 Euro Aufpreis LED-Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer und Tempomat. Das Eco+-Paket für die Comfort-Reihe schafft eine verbrauchseffizientere Motorisierung mit DualJet-Einspritzung und eine bessere Aerodynamik durch eine um zehn Millimeter abgesenkte Karosserie. Das Eco+-Paket sieht zwar statt 94 nur 90 PS vor, durch das höhere Drehmoment bleibt die Leistung aber unverändert. Aufpreis: 400 Euro. An ein junges, sportliches Publikum richtet sich der neue Zweifarben-Look für 720 Euro extra.

Suzuki Celerio -  weniger ist mehr

Autor Hans Moritz auf dem Suzuki Markentag: Der neue Swift bleibt weiter kompakt und ist in vier Produktlinien vertreten.

Auch fürs zweite Standbein, die Motorradproduktion, gilt die Maxime: Weniger ist mehr. Suzuki steigt bewusst aus dem Wettrüsten aus. Bei der populären V-Strom 1000 ABS ist bei 100 PS Schluss. Gerald Steinmann, bei Suzuki Sprecher für den Zweiradmarkt, erklärt: „Wir stellen bei der Entwicklung den Fahrer und seine Anforderungen in den Mittelpunkt. Leistung ist niemals Selbstzweck, sondern dient nur dem Erlebnis.“ Soll heißen: Weil man heiße Öfen ohnehin nie ganz ausfahren kann, muss man unter dem Sitz auch keine Höllenmaschine einbauen – eine Entscheidung der Vernunft. Der König unter den Motorrädern bleibt die legendäre Hayabusa mit 197 PS.

Suzuki steht, was viele nicht wissen werden, auch für Außenbordmotoren. Hier könnte der Gesetzgeber den Markt beflügeln. Denn für Schiffsantriebe bis 15 PS braucht es keinen Führerschein mehr. Im Konzern hofft man nun auf einen wachsenden Markt an Freizeitkapitänen – und bietet Motoren gleich mit zwei Boottypen an, die bis zu 5.000 Euro kosten. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auf: Auf den meisten Gewässern sind Motorboote tabu.

Hans Moritz

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