Fahrbericht

Suzuki SX4 S-Cross: Raus aus der City

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Lässt einen gut aussehen: Der SX4 S-Cross hat abgedunkelte Scheiben.

Sie wollen uns „raus aus dem Stadtdschungel“ jagen, diese Macher von Suzuki. Weg von Blech, Beton und Baustellen. Dabei ist es mit der limited Edition des SX4 S-Cross eigentlich auch innerorts ganz schön.

Das Sondermodell SX4 S-Cross mit dem sportlichen Design bietet Platz und Übersicht, mit den kompakten Maßen (Länge 4,30 m) stößt man leicht in die Lücken des Verkehrs oder der Park-Gelegenheiten. Wird es doch mal enger, meldet sich die Einparkhilfe beim Manövrieren, wenn auch mit allzu hochfrequenten Tinnitus-Tönen. Da fährt es einem schon sehr krachend in den Gehörgang, es könnte eine Spur sanfter zugehen. Trotzdem: Im SX4 verliert man nie den Überblick, die Sonderedition lässt einen dabei auch noch gut aussehen. Besonders markant wirken die schwarz polierten 17-Zoll-Alufelgen, dazu passend hat Suzuki die Heckscheibe und die hinteren Seitenscheiben abgedunkelt. Elegant auch der Schriftzug „limited“ auf der „Bison-Brown-Pearl-Metallic“-Lackierung wie im getesteten Fahrzeug, das man sich auch gut wie einen Puma durch den Wald schleichend vorstellen kann.

Nicht verirrt: Autor Michael Knippenkötter testete das Sondermodell Suzuki SX4 S-Cross beim Natur-Trip.

Aber bleiben wir noch kurz im Stadtdschungel: Geht es im dichten Verkehr mal weniger flott voran, kann man sich durchaus bestens mit dem Inneren des Suzuki SX4 S-Cross anfreunden. Die Zweizonenklimaautomatik sorgt ebenso fürs Wohlbefinden wie die Sitzheizung vorn, die Fensterheber sind an allen vier Türen elektrisch, es gibt Armlehnen und Ablagefächer, die sich nicht störend in den Vordergrund drängen. Auch die Armaturen sind klar und geordnet angelegt, eine Art innere Ordnung im Durcheinander des Dschungels. Und damit raus aus der Stadt, wie es Suzuki fordert!

Außerhalb der grauen Grenzen allerdings fällt einem erst mal auf, dass etwas fehlt: Power! Die Sonderedition gibt es ausschließlich als 1,6-Liter-Benziner mit 120 PS, so richtig auf Touren kommt man damit nicht. Auch im Sportmodus macht man keine großen Sprünge. Der Hersteller verspricht zwar ein verbessertes Kurvenverhalten, ein signifikanter Unterschied zur normalen Spritspar-Einstellung ist aber nicht zu bemerken. Immerhin: Es gibt noch eine Allrad-Alternative sowie eine Version mit dem stufenlosen CVT-Getriebe. Sollte es im Dschungel schneien, hat man wenigstens noch ein paar Argumente auf seiner Seite.

Der kombinierte Verbrauch von 5,7 Litern (Werksangabe) ist absolut in Ordnung. Preislich hat man sich bei den Japanern auch nicht verirrt. Mit manuellem Getriebe und Frontantrieb steigt man bei 22 990 Euro ein, die Allradvariante kostet 24 690 Euro. Aber da steckt eben auch schon einiges drin für den Dschungelbetrieb!

Michael Knippenkötter

Suzuki SX4

IAA 2013: Suzuki SX4

Suzuki SX4 S-Cross

  • Leistung: 120 PS
  • Max. Drehmoment: 156 Nm bei 4 400 U/min
  • Höchstgeschw.: 175 km/h
  • 0 auf 100 km/h: 12 sek.
  • Hubraum: 1 586 ccm
  • Verbrauch EU Drittelmix: 5,7 l/100km
  • Leergewicht: 1245 kg
  • Kofferraumvolumen: 875 - 1269 Liter
  • Basispreis: 22 990 Euro
  • Testwagen: 24 690 Euro
Michael Knippenkötter

Michael Knippenkötter

E-Mail:michael.knippenkoetter@tz.de

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