Viel hilft viel - Audi A6 aus zweiter Hand

Fünf Meter Zuverlässigkeit: Der Audi A6 kommt durchweg auf gute Noten bei der HU. Foto: Audi
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Fünf Meter Zuverlässigkeit: Der Audi A6 kommt durchweg auf gute Noten bei der HU. Foto: Audi

Ob als Kombi oder Limousine, Diesel oder Benziner: Der Audi A6 hat als Gebrauchtwagen einiges zu bieten. Doch bei einem Kauf ist es sinnvoll, auch die Problemzonen und häufigsten Pannenursachen der verschiedenen Ausführungen des A6 zu berücksichtigen.

Berlin (dpa/tmn) - Audi, BMW oder Mercedes? Das war und ist die Frage für viele Flotten- und Geschäftskunden. Sie stellen in der oberen Mittelklasse über 80 Prozent der Neuwagenkunden. Das sorgt für ein reiches Angebot auf dem Gebrauchtmarkt. Doch beim Audi A6 stimmt nicht nur die Quantität.

Der "Tüv-Report 2015" hat viel Lob für den A6 der Baureihe C6 übrig, der von 2004 bis 2011 gebaut wurde. Die einzigen Schwachpunkte zeigt er an der Achsaufhängung und an Federn und Dämpfern. Ansonsten klagen Besitzer gelegentlich über kleine Roststellen an den Türunterkanten. Außerdem ist die Multitronic genannte Automatik anfällig. Und die beliebten Diesel sind insgesamt problematischer als die eher selten gekauften Benziner.

Laut dem ADAC verbesserte sich die Pannenbilanz des A6 C6 über die Bauzeit stetig. Spätestens ab 2009 mussten die Helfer nur noch sehr selten ausrücken. Bis zum Baujahr 2010 gehörten Defekte am Antriebsriemen zu den Pannenursachen, genau wie Fehler im Motormanagement. Defekte an der Kraftstoffpumpe ließen öfter Modelle bis 2008 stranden. Bei den 2.0-TDI-Motoren kam es zwischen 2006 und 2008 gelegentlich zu Öldruckabfall und zu Motorschäden, bis Baujahr 2009 kamen auch verstopfte Partikelfilter vor.

Zugegeben, wer so richtig viel einladen will, entscheidet sich vielleicht eher für eine E-Klasse von Mercedes oder einen VW Passat. Doch mit knapp 1600 Litern Kofferraumvolumen ist der Audi A6 als Avant trotzdem ein Liebling der Handlungsreisenden. Die freuen sich über ein üppiges Angebot an relativ sparsamen Dieselmotoren und über das solide und hochwertige Interieur. Mit einer Länge von deutlich über 4,90 Metern empfiehlt sich der A6 C6 allerdings nicht für die Parkplatzsuche und den Stadtverkehr.

Neben den zahlreichen Dieseln, die zwischen 2,0 und 3,0 Litern Hubraum bieten und daraus 100 kW/136 PS bis 176 kW/240 PS Leistung und bis zu 500 Nm Drehmoment schöpfen, gibt es interessante Benziner im A6-Programm. Bis zum RS6 mit einem 5,0-Liter-V10-Zylinder mit Bi-Turbo-Aufladung und 426 kW/580 PS reicht das Angebot. Doch auch die V6-Zylinder mit 2,4 bis 4,2 Litern Hubraum und 130 kW/177 PS bis 257 kW/350 PS können Spaß machen und sind gebraucht oft günstig.

Den Einstiegsbenziner 2.0 TFSI (2,0-Liter-Vierzylinder, 125 kW/170 PS) bekommen Interessenten als Avant laut Schwacke für etwa 7550 Euro, wenn er von 2005 stammt und 174 200 Kilometer gelaufen ist. Wer einen A6 Avant 2.8 FSI mit Quattro-Antrieb und Tiptronic von 2008 sucht (162 kW/220 PS), wird für etwa 13 850 Euro fündig (127 400 Kilometer). Der furiose RS6 Avant von 2010 ist für 37 250 Euro zu haben (96 200 Kilometer).

Einen kleinen Avant 2.0 TDI (103 kW/140 PS) von 2006 gibt es für ungefähr 7650 Euro. Der hat dann circa 207 400 Kilometer auf dem Tacho. Einen Avant 2.7 TDI Multitronic von 2008 findet man für rund 11 500 Euro (166 600 Kilometer). Der Avant mit dem größten Diesel (3.0 TDI, 176 kW/240 PS) wird als Quattro von 2011 noch mit 19 900 Euro gehandelt (105 400 Kilometer).

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