Der VW Cross Caddy

Flottes Raumwunder

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Mehr als ein reines Handwerker-Mobil: Mit seinen Extras soll der Cross Caddy Familien locken.

VW peppt den Caddy mächtig auf – mit neuem Design, viel serienmäßigem Zubehör und zahlreichen Lifestyle-Komponenten.

War der Caddy bislang vor allem bei gewerblichen Kunden als Nutzfahrzeug gefragt, soll die dritte Generation jetzt als Cross Caddy optional mit permanentem Allradantrieb auch verstärkt Familien und Freizeitsportler für sich gewinnen. Die neuen Cross Caddys sind Ende Juni ab 18 800 Euro (Kastenwagen) und ab 22 360 als Pkw zu haben. Erste Testeindrücke: Rein optisch macht der gestylte 4,41 Meter lange Cross Caddy gegenüber der Standardversion mehr her. Auffällig sind die serienmäßige Dachreling, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, schwarze Radlaufblenden und ein silberner lackierter Unterfahrschutz.

Schicker ist’s jetzt auch im Innenraum: Sitzbezüge und Türverkleidungen sind farblich mit der Lackierung kompatibel. Serienmäßig sind zudem Vordersitze mit Lendenwirbelstützen. Dazu gibt’s Lenkrad, Schaltknauf und Handbremshebel aus Leder, eine verstellbare Mittelarmlehne, 24 Ablagen sowie Sitzheizung, Tempomat und Berganfahrassistent. Leider nur optional ist hingegen eine Klimaanlage die kostet 1400 Euro extra.

Praktisch sind die beiden hinteren Schiebetüren. Enorm das Kofferraumvolumen von 750 bis 3030 Liter mit einer Zuladekapazität bis zu 600 Kilogramm. Viel Ladefläche für Gewerbetreibende. Aber auch für Privatleute, die hier locker zwei bis drei stehende Trekkingbikes unterbringen oder zig Koffer, Umzugskartons, Ikea-Regale oder Säcke mit Gartenabfällen.

Auf den hinteren zweifach klappbaren Sitzen ist bequem Platz für zwei bis drei normal große Zeitgenossen. Optional gibt’s den Cross Caddy auch als Siebensitzer – dann wird’s hinten allerdings eng. Der Fahrspaß im Hochdach-Pkw ist unerwartet groß: Auch bei Bergfahrten entpuppen sich unsere Cross Caddys mit einem 1,2-Liter-Benziner mit 105 PS sowie dem wahrscheinlichen Bestseller, dem 2,0-l-Diesel mit 140 PS, als spritzige Kletterkünstler mit guter Straßenlage. Die angegebenen durchschnittlichen Spritverbrauchswerte zwischen 6,8 und 5,7 Liter pro 100 km überschreiten wir bei unseren Testfahrten nur unwesentlich.

Ein Minus gibt es aber für die Windgeräusche, die ab Tempo 100 (der Caddy ist in der stärksten Motoversion bis 186 km/h schnell) auftauchen. Zudem macht sich bei größeren Straßenunebenheiten auch die starre Hinterachse polternd bemerkbar. Und: Für Fahrten im echten Gelände taugt der Cross Caddy trotz Allradantrieb und Unterfahrschutz kaum. Grund: seine zu geringe Bodenfreiheit von nur 13,5 Zentimeter vorn! Die Allradnutzung beschränkt sich hier eher auf Matsch und Schnee …

Der neue Cross Caddy

Der neue Cross Caddy

Als Motoren stehen wie beim herkömmlichen Caddy zwei Benziner (86 und 105 PS) sowie fünf Diesel (75 – 170 PS) zur Verfügung. Der Preis für den geschlossenen Kastenwagen beginnt bei 18.796 Euro. Die entsprechende Pkw-Version gibt’s ab 22.360 Euro.

HEINZ WILHELM

Mehr zum Thema:

Stadtflitzer im Land-Look: Der VW Cross Up

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