VW bekommt dafür 3,4 Milliarden Euro

Scheidung vollzogen: Volkswagen hat alle Suzuki-Anteile verkauft

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Ein Golf GTE Sport Concept Car dreht sich bei dieser Langzeitbelichtung auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main auf dem Stand von Volkswagen.

Tokio/Wolfsburg - Der jahrelange Streit um Volkswagens Beteiligung an Japans viertgrößtem Autobauer Suzuki ist nun Geschichte. Volkswagen hat alle 111,6 Millionen Suzuki-Aktien an die Japaner verkauft.

Das teilte Suzuki am Donnerstag mit. Volkswagen habe dafür 460 Milliarden Yen (3,4 Milliarden Euro) bekommen.

Ende August hatte das Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer (ICC) entschieden, dass die Wolfsburger wie von Suzuki gefordert ihren knapp 20-prozentigen Anteil am japanischen Unternehmen an die Japaner verkaufen sollen. Die Entscheidung war für beide Seiten rechtlich bindend und kann vor einem staatlichen Gericht für vollstreckbar erklärt werden.

Suzuki stieg bereits 2011 aus der Allianz aus 

Beide Partner hatten 2009 eine Allianz vereinbart, bei der Volkswagen 19,9 Prozent der Anteile an Suzuki erwarb, die Japaner wiederum 1,5 Prozent der VW-Aktien. Suzuki war 2011 ausgestiegen und forderte von den Deutschen die Anteile zurück.

Die Unternehmen hatten ursprünglich den Schulterschluss gesucht, um gemeinsam Kleinwagen zu entwickeln. VW erhoffte sich so auch Zugang zum indischen Markt, wo Suzuki eine dominierende Marktposition innehat.

dpa

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