Voll im Plus

Der Großraumgolf: VW Golf Sportsvan

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Attraktiv und dynamisch: Der Sportsvan ersetzt den eher biederen Golf Plus.

Volkswagen erweitert seine Golf-VII-Familie: Der neue Sportsvan löst Ende Mai den Golf Plus ab. Der neue Allrounder ist flotter, größer, geräumiger und komfortabler als sein Vorgänger.

Der Fünfsitzer bietet modernste Technik, Assistenzsysteme und optional jede Menge Zubehör-Schmankerl. Der Großraumgolf wird mit sechs sparsameren Motoren zwischen 85 und 150 PS angeboten. Er kostet mindestens 19 625 Euro (TSI mit 85 PS), den Basisdiesel gibt’s mit 110 Pferdestärken ab 23.800 Euro.

Die auffälligsten optischen Unterschiede gegenüber dem eher biederen Vorgänger: Der Sportsvan ist um 13 Zentimeter länger und dynamischer gestylt. Ihm wurden schmalere, schneidige Scheinwerfer und neue Rückleuchten verpasst. Dazu insgesamt zehn Seitenfenster, die eine optimale Rundumsicht erlauben.

Raumgefühl im Sportsvan

Das Raumgefühl im Sportsvan ist in der Tat enorm. Im Inneren ist jetzt noch mehr Platz für fünf Insassen und Gepäck. Auf den Vordersitzen haben die Passagiere eine 10 Zentimeter höhere Sitzposition als im normalen Golf, was nicht nur das Ein- und Aussteigen erleichtert, sondern dem Fahrer auch eine bessere Sicht bietet. Nichtsdestotrotz verfügen selbst 1,90 Meter große Zeitgenossen noch über ausreichend Kopf- und Kniefreiheit. Dasselbe gilt für die zweite Reihe, wo die Rücksitze sogar einzeln teilbar und um 18 Zentimeter in Längsrichtung verschiebbar sind.

Das Kofferraumvolumen wurde um 70 auf 500 Liter vergrößert, genügend Platz für fünf Personen mit Reisegepäck oder Kinderwagen bzw. Buggys nebst Einkäufen. Legt man die Rückenlehnen um, wächst der Laderaum auf 1520 Liter. Bei umgeklapptem Beifahrersitz (optional) lässt sich sogar ein Ikea-Regal bis zu 2,50 Meter Länge transportieren.

Piloten schätzen das solide VW-Cockpit.

Die Innenausstattung ist hell, zweckmäßig, wertig und solide verarbeitet. Je nach Ausstattungslinie gibt’s sogar Klavierlackapplikationen. Dazu auf Wunsch jede Menge luxuriöse Extras wie Massagesitze, Lenkradheizung oder Internet­hotspot. Erstmals bietet VW bei dieser Modellvariante einen Blind Spot Assistenten (360 Euro): Der beobachtet nicht nur den Toten Winkel und warnt im Gefahrenfall, er erkennt beim rückwärts Ausparken auch Hindernisse bis 40 Meter Entfernung und bremst das Auto notfalls automatisch ab. Für sportliche Fahrer wird zudem die Progressivlenkung aus dem Golf GTI angeboten und für 1000 Euro extra ein DCC-Fahrwerk mit verstellbaren Dämpfern. Serienmäßig hat der Sportsvan Klimaanlage, Start-Stopp sowie Multikollisionsbremsen.

Motoren & Verbrauch

Den neuen Golf-Allrounder gibt’s mit vier Benzinmotoren mit 85, 110, 125 und 150 PS sowie zwei Turbodieseln mit 110 und 150 Pferdestärken. Alle erfüllen die Euro-6-Norm und sind bis zu 20 Prozent sparsamer als der Vorgänger. Bei flotten Testfahrten im jeweils 150-PS-starken 2,0-Liter-Diesel und 1,4-Liter-Benziner sind wir angetan von der Laufruhe der Turbozwerge selbst im höheren Drehzahlbereich. Beide Aggregate sind antriebsstark und lassen uns auch bei Bergauf-Touren sportlich durch die Kurven zir­keln. Der TSI-Benziner mit 6-Gang-Schaltgetriebe übertraf den angegebenen Durchschnittsverbrauch von 5,5 Litern/100 km dabei um akzeptable zwei Liter. Sparsamer war der TDI mit 6-Gang-DSG, der 6,3 Liter Diesel schluckte statt der ausgewiesenen 4,7. Sparfuchs ist der TDI BlueMotion mit 110 PS. Durchschnittverbrauch: 3,6 Liter Diesel. Geplant sind für den Sportsvan auch eine Allrad-Version und eine Cross-Variante.

Fazit

Der Sportsvan ist zwar 1500 Euro teurer als der normale Golf, dafür ist er auch sportlicher und geräumiger und bietet viele Extras. Diese können allerdings schnell ganz schön ins Geld gehen und den Sportsvan über die 30.000 Euro-Marke sprinten lassen.

Der neue VW Golf Sportsvan

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Heinz Wilhelm

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