Volkswagen rüstet nach

So will VW 2016 manipulierte Software austauschen

Volkswagen, Passat
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Der Volkswagenkonzern arbeitet an der Wiederherstellung seines guten Rufes.

Volkswagen informiert seine Kunden über die Maßnahmen, mit denen die Manipulationssoftware aus ihren Fahrzeugen entfernt werden soll. Das sind die Vorhaben im einzelnen.

Im September gab Volkswagen zu, dass in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Software eingesetzt wurde, die den Ausstoß von Stickoxiden (NOx-Werten) im Testbetrieb niedriger auswies als im richtigen Leben.

Am Mittwoch nun informierte VW seine Kunden über die Maßnahmen, mit denen die Manipulationssoftware aus ihren Fahrzeugen entfernt werden soll. Die ersten betroffenen Fahrzeuge werden im Januar 2016 in die Werkstätten gerufen. Die technischen Maßnahmen für die Motoren vom Typ EA 189 mit einem Hubraum von 1,6 und 2,0 Litern seien vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) „nach intensiver Begutachtung“ bestätigt worden, erklärte Volkswagen in Wolfsburg. „Damit herrscht für den Großteil der betroffenen Fahrzeuge Klarheit zur Behebung der Unregelmäßigkeiten.“ Die Vorhaben im einzelnen:

1,6-Liter-Dieselmotor

Der Luftmassenmesser soll die aktuell durchgesetzte Luftmasse ermitteln. Sie sei ein für das Motormanagement sehr wichtiger Wert für einen optimalen Verbrennungsvorgang.

2,0-Liter-Dieselmotor

Auch bei den Zwei-Liter-Motoren werde ein Software-Update aufgespielt, erklärte Volkswagen am Mittwoch. Dies sei ein Aufwand in der Werkstatt von rund einer halben Stunde.

1,2-Liter-Dieselmotor

Die technische Lösung für diese Motorvariante will Volkswagen bis zum Monatsende dem Kraftfahrt-Bundesamt zur Prüfung vorlegen. Auch hierbei werde es sich voraussichtlich um ein Software-Update handeln. Ende November soll die finale technische Lösung für den 1,2 Liter-Dieselmotor vorgestellt werden.

Ziel bei der Entwicklung der technischen Maßnahmen bleibe, die gültigen Emissionsziele zu erreichen, „ohne Beeinträchtigung der Motorleistung, des Verbrauchs und der Fahrleistungen“, erklärte Volkswagen. Die Erreichung dieser Vorgaben könne aber „zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht final bestätigt werden“, da noch Messungen bei allen Modellvarianten erforderlich seien.

Alle betroffenen Dieselmodelle sollen im Laufe des nächsten Jahres nachgerüstet werden. Dabei solle der Zeitaufwand für die Kunden „so gering wie möglich“ gehalten werden, bekräftigte der Konzern. Während des Kundendienstes wird den Betroffenen „kostenfrei eine angemessene Ersatzmobilität angeboten“.

In Anlehnung an die Vorgehensweise der Marke Volkswagen planen Audi Seat, Skoda und Volkswagen Nutzfahrzeugen für ihre betroffenen Fahrzeuge ebenfalls entsprechende Maßnahmen.

 Hier werde ein Software-Update vorgenommen und ein sogenannter Strömungstransformator vor dem Luftmassenmesser befestigt, erklärte Volkswagen. Dieses Gitternetz beruhige den verwirbelten Luftstrom vor dem Luftmassenmesser und verbessere dessen Messgenauigkeit „entscheidend“. Betroffene Autobesitzer müssten für den Einbau „voraussichtlich weniger als eine Stunde“ einkalkulieren. Volkswagen-Chef Matthias Müller hatte bereits am Montag gesagt, die Annahme, dass beim 1,6-Liter-Motor „grundlegende Eingriffe“ notwendig seien, habe sich nicht bewahrheitet.

Die Technik für betroffenen VW 1.6 TDI Motoren 

tz

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