Schnee und Matsch

Warum Winterreifen, warum Sommerreifen?

Winterreifen und Sommerreifen im Profil
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Sehen Sie den Unterschied? Winter- und Sommerreifen haben ein anderes Profil. 

Jedes Jahr das gleiche: Bevor der erste Schnee fällt, heißt es Winterreifen wechseln. Warum eigentlich? Alle Reifen sind doch schwarz und rund.  

Es ist jedes Jahr das selbe. Und seit 2006 sogar gesetzlich vorgeschrieben: der Winterreifen-Wechsel. Selbst wer schon seit 20 Jahre mit einem Auto unterwegs ist, für den ist der ewige Reifenwechsel keinesfalls Routine, sondern eher nervig.

"Von Oktober bis Ostern ist Zeit für Winterreifen"

Doch es gibt einen wichtigen Grund: Mit Winterreifen sind Autos bei Eis, Schnee und Hagel einfach sicherer unterwegs. Beim Anfahren, Bremsen und in Kurven haften Winterreifen bei niedrigen Temperaturen besser auf dem Straßenbelag.

Dagegen sind Sommerreifen für eine trockene und nasser Fahrbahn gemacht. Die haben ein grobes Profil und mehr Längsrillen. 

Wer auf winterlichen Straßen mit Sommerreifen unterwegs ist, muss seit Mai 2014 mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Woran erkennt man Winterreifen?

  • An einem feineren Profil, den sogenannten Lamellen -  sind Winterreifen zu erkennen. Dazu ist die Gummimischung von Winterreifen deutlich weicher. Die Lauffläche verzahnt sich deswegen auch bei niedrigen Temperaturen (ab unter 7 Grad Celsius) besser mit einem rauen Untergrund. Das sorgt bei Eis- und Schnee für mehr Grip.
  • Schneeflockensymbol auf der Reifenflanke. Im Gegensatz zu den M+S Reifen sind Pneus mit diesem Symbol auf Winteranforderungen überprüft worden. Doch Vorsicht, laut ADAC geben die Symbole keinen Hinweis darauf, ob Reifen in der Praxis wirklich wintertauglich sind. Im Winterreifen-Test 2014 haben Stiftung Warentest und ADAC 28 Winterreifen und vier Ganzjahresreifen auf Eis, Schnee sowie nasser Fahrbahn überprüft.
  • Eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern ist gesetzlich vorgeschrieben. Experten empfehlen allerdings vier Millimeter Restprofil. Das garantiert mehr Fahrsicherheit und zahlt sich beim Bremsen aus.
  • Auch auf das Reifenalter achten: Nach sechs Jahren kann die Gummimischung aushärten und der Grip nachlässt.  

ml

Martina Lippl

Martina Lippl

E-Mail:martina.lippl@merkur.de

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