Steigt das Unfallrisiko?

Winterzeit? Autofahrer sind am Freitag müde

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ACE: Keine Angst vor der Zeitumstellung.

Es ist zwar nur eine Stunde, doch der Wechsel von der Sommerzeit auf die Winterzeit drückt vielen Menschen aufs Gemüt. Aber von Autofahrern wird diese Umstellung besser verkraftet, als viele glauben.

Bei der Umstellung auf die Winterzeit am 27. Oktober werden um 3.00 Uhr die Uhren um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgedreht.  Morgens ist es dann eine Stunde früher hell, dafür abends eher dunkel.

Berufspendler machen sich dann oft in der Dunkelheit auf den Heimweg. Bei trübem, regnerischen Herbstwetter ist das kein Vergnügen. Der menschliche Körper braucht Zeit, um sich mit den veränderten Hell-Dunkel-Phasen zu arrangieren.

Allerdings hat die Umstellung der Winterzeit keinen Einfluss auf die Unfallstatistik, wie Auswertungen der Unfallzahlen der vergangenen zehn Jahre vom Auto Club Europa (ACE) zeigen. 

Sowohl vor als nach der Zeitumstellung ist demnach am Freitag das Unfallrisiko am größten. Allerdings gibt es laut den Experten einen geringfügigen Unterschied: In der Sommerzeit passieren auch am Montag und Dienstag vermehrt Unfälle, in der Winterzeit verlagerte sich dies geringfügig auf die zweite Wochenhälfte.

Schönes Wetter im Herbst ist für Verkehrsteilnehmer viel gefährlicher als die Winterzeit. Die letzten Sonnenstrahlen locken viele Ausflügler und Motorradfahrer auf die Straße. Die Folge sind schwere Unfälle. 2007 stiegen im Herbst die Zahlen der Verkehrsunfälle um fast 22 Prozent nach oben.

Nicht mehr Falschfahrer unterwegs

Es gibt laut ACE bislang auch keine belastbaren Hinweise für die Annahme, dass im Herbst häufiger Geisterfahrer unterwegs sind, etwa infolge depressiver Stimmung.

Wegen Nebel oder eingeschränkter Sicht können Autofahrer jedoch schneller auf die falsche Spur geraten. Die Zahl von Nebelunfällen ist aber in den vergangenen Jahren gesunken und auch die Falschfahrerunfälle haben nicht zugenommen. Nach Auskunft des Bundesverkehrsministeriums werden konstant etwa 1700 Falschfahrer jährlich registriert. Die meisten Verkehrsgefährdungen dieser Art gehen glücklicherweise glimpflich aus.

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Martina Lippl

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