Bergwacht in der Nacht im Einsatz

Suchaktion nach Bergsteiger, doch der saß schon im Zug nach Hause

Berchtesgaden - Ohne sich bei seinen Bergkameraden abzumelden machte sich ein Franke auf den Heimweg. Und sorgte so für eine groß angelegte Vermisstensuche im Gebiet zwischen Hagengebirge, Jenner und Göll-Massiv.

Ein Bergsteiger aus Franken hat in der Nacht von Freitag auf Samstag eine stundenlange Vermisstensuche im Gebiet zwischen Hagengebirge, Jenner und Göll-Massiv ausgelöst. Der Mann hatte mit seiner achtköpfigen Gruppe eine Übernachtung am Carl-von-Stahl-Haus gebucht. Er traf weit vor den restlichen Bergsteigern dort ein. Der Franke entscheid sich dann ohne Rückmeldung abzusteigen und mit dem Zug nach Hause gefahren. Da er kein Handy dabei hatte und ihn die anderen noch aus der Ferne gesehen hatten, gingen alle von einem Unfall aus und setzten gegen 20 Uhr einen Notruf ab.

Suche in der Nacht abgebrochen

Die Bergwacht startete in der Nachte eine Vermisstensuche, die gegen 3.30 Uhr ergebnislos unterbrochen und am Morgen gegen 8 Uhr fortgesetzt wurde. 40 Einsatzkräfte waren daran beteiligt. Zudem wurde ein nachtflugtauglicher Polizeihubschrauber angefordert, der das komplette Gebiet um das Stahlhaus zwischen Kahlersberg, Schneibstein Jenner, Brett und Göll absuchte. Bergwachtler gingen zahlreiche Steige ab, konnten den Mann aber nicht finden. Der Kriseninterventionsdienst der Bergwacht kümmerte sich um die besorgten Bergkameraden im Stahlhaus, die sehr erleichtert waren, als der Vermisste dann am Samstagmorgen zu Hause erreichbar war und die weitere Suche abgeblasen werden konnte.

mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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