Welche Branchen besonders betroffen sind

Falsche Vorstellungen: Jeder fünfte Azubi in Bayern schmeißt hin

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Der Abschluss eines Ausbildungsvertrags bedeutet noch lange nicht, dass der Lehrling auch bei der Stelle bleibt.

Nürnberg - Viele Lehrlinge in Bayern schmeißen hin. Sie hatten sich ihren Traumberuf ganz anders vorgestellt. In manchen Branchen ist die Ernüchterung besonders groß. Schuld ist auch das TV.

Mehr als jeder fünfte Ausbildungsvertrag in Bayern wird nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern vor Ablauf der regulären Ausbildungszeit beendet. Häufig liegt es daran, dass sich die Jugendlichen ihren Wunsch-Beruf ganz anders vorgestellt haben. 

Als Paradebeispiel wird in der Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg der Beruf des Kochs genannt. Viele Jugendliche ließen sich von den Sendungen dazu inspirieren, den Beruf zu erlernen. Die Shows entsprächen aber nicht der Ausbildungsrealität, die mit körperlicher Arbeit, Stress und hoher Konzentration verbunden sei. Im Jahr 2014 haben laut Studie nahezu die Hälfte der Koch-Azubis im Freistaat ihre Ausbildung vorzeitig aufgelöst. 

Ähnlich hoch war die Quote bei den Verkäufern im Lebensmittelhandwerk und den Friseuren. Am seltensten beendeten angehende Bank- und Industriekaufleute sowie Mechatroniker ihre Ausbildung vorzeitig.

dpa

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