Helfer kommen auch von jenseits der Grenze

Hochwasser in Simbach: Nun beginnt das große Aufräumen

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Eine überflutete Turnhalle in Simbach: Mit Schubkarren bringen die Helfer den Schlamm nach draußen.

Simbach - Das Hochwasser in Simbach (Niederbayern) ist zurückgegangen, nun beginnt das Aufräumen. Doch für die vielen Helfer ergeben sich einige Probleme.

An Aufatmen ist nach der Horror-Flut in Niederbayern nicht zu denken: Die Zahl der Todesopfer ist auf sieben gestiegen. Es handelt sich um einen Rentner (72) aus Triftern. Ein vermisstes Ehepaar (77 und 81) hingegen konnte am Freitag aus einem oberen Stockwerk ihres Hauses wohlbehalten gerettet werden. Die Bewohner der betroffenen Ortschaften machen sich derweil ans große Aufräumen!

Edith Schreiber, Nadja Knauseder und Lydia Rachbauer aus Braunau (Österreich) packen mit an.

Mit der Hilfe von Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk räumen Einwohner der überfluteten Orte ihre Straßen und Häuser frei, die ein stinkender Schlamm überzieht. Allein im Kreis Rottal-Inn wird der Schaden auf einen dreistelligen Millionenbetrag beziffert. „Es sieht hier aus wie nach dem Weltuntergang“, beschreibt ein Anwohner die Situation.

Glückliche Rettung. Diese Katze wurde von Maximilian Winbeck vom THW Landshut aus einem Haus geborgen

Die Welle der Hilfsbereitschaft ist indes riesengroß: Drei Facebook-Gruppen (Katastrophenhilfe Bayern, Unser Simbach und Braunau-Simbach helfen Menschen in Not) koordinieren die Helfer, die aus ganz Südbayern und aus dem benachbarten Österreich anreisen. Über die Gruppen werden etwa Verpflegung, Gummistiefel und Schaufeln für die Freiwilligen organisiert. Es melden sich aber auch etliche Menschen, die den Flutopfern mit Hausrat und Kleidung helfen wollen.

Der Starkregen hat zwar aufgehört. Für die Aufräumarbeiten ist das aber nicht günstig. „.Wenn der Schlamm einmal getrocknet ist, wird er steinhart“, erklärt ein Sprecher des Technischen Hilfswerks.

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