Seehofer ehrt Lebensretter

Das sind Bayerns mutige Helden und ihre Geschichten

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Sie retteten ihren Opa (l.): Oskar und Lotta.

München - 87 Lebensretter aus ganz Bayern hat Horst Seehofer am Mittwoch mit der Bayerischen Rettungsmedaille und der Christophorus-Medaille ausgezeichnet. Die tz stellt einige der Helden vor.

Helden. Das sind sie, die 87 Lebensretter aus ganz Bayern, die Ministerpräsident Horst Seehofer im Antiquarium der Münchner Residenz mit der Bayerischen Rettungsmedaille und der Christophorus-Medaille auszeichnete. „Reißendes Wasser, brennende Häuser, heranrasende Züge. Sie waren da, als sie ihre Mitmenschen gebraucht haben. Sie haben spontan gehandelt, wo andere zögern“, sagte Seehofer. Und sie haben sogar ihr eigenes Leben riskiert. Die Rettungsmedaille, die es seit 1952 gibt, haben bislang rund 4100 Menschen bekommen. Die Christophorus-Medaille für Retter in besonders schwierigen Situationen ist seit 1983 an über 1500 Personen vergeben worden. Die tz stellt einige der Helden vor. 

Surfer in Not

Thomas Hensel (l) und Philipp Soller

Ein Surfer, der nachts die Eisbachwelle reiten wollte, stürzte und verletzte sich mit dem Brett am Kopf. Thomas Hensel aus München und Philipp Soller aus Vaterstetten retteten den Surfer vorm Ertrinken.

Gefährlicher Tauchgang

Norbert Freisleben (46) und Michael Hellinger aus Unterschleißheim retteten drei Personen aus dem Unterschleißheimer See. Die beiden Helfer mussten fünf Meter tief tauchen, um die Verunglückten zu bergen. Für zwei von ihnen kam allerdings jede Hilfe zu spät.

Sprung ins Gleisbett

Die drei Münchner Björn Kuhlmann, Christian Lieb und Alexander Walter retteten am S-Bahnhof in Neuperlach eine junge Frau, die das Bewusstsein verloren hatte und in das Gleis gestürzt war. Ohne groß nachzudenken, sprangen die drei jungen Männer auf die Schienen. Sie hoben die Frau wenige Sekunden vor der einfahrenden S-Bahn aus dem Gefahrenbereich.

Sie retteten ihren Opa

Sie retteten ihren Opa (l.): Oskar und Lotta.

Die jüngsten Helden sind die zum Zeitpunkt der Rettung 3 und 4 Jahre alten Geschwister Oskar und Lotta aus Stuttgart. Sie spielten in Markt Wald (Kreis Unterallgäu) mit ihrem Opa auf dem Spielplatz, als dieser einen Herzinfarkt erleidet. Die beiden holen trotz der ihnen fremden Umgebung Hilfe vom Sportplatz nebenan. Der Notarzt kommt so gerade noch rechtzeitig. Als ihm Ministerpräsident Horst Seehofer noch etwas sagen will, dreht der kleine Oskar schon ab und hört nicht mehr hin. Das sorgt für Gelächter im Antiquarium. Auch Opa (li.) und Mama gefällt das.

77 Jahre – und so tapfer!

Manfred Arlt ist der Älteste, der die Christophorus-Medaille bekommen hat. Der 77-Jährige aus Pullach rettete eine Frau aus dem Isarkanal. Er zog sie aus dem reißenden Wasser ans Steilufer.

Die Polizei: Freund und Lebensretter

Eigentlich haben sie nur ihren Job gemacht. Aber das hat einem 47-Jährigen das Leben gerettet. Die Polizisten Michael Dräger (27, r.) aus Gräfelfing und Daniel James Peake (33, Augsburg) holten den Mann aus seiner brennenden und stark verrauchten Wohnung in der Landsberger Straße in München. Die beiden sind sich einig, was ihre Auszeichnung angeht: „Das ist was Besonderes. So etwas erlebt man nur einmal im Leben.“

Als Dank ein Hamburg-Besuch

Die Bayerische Rettungsmedaille.

Es sollte ein entspannender Urlaub im spanischen Alicante werden. Gerade nach dem Beinbruch, den sich Markus Lochner (26) zugezogen hat. Seine Krücken lässt er fallen, als er sieht, dass ein Ehepaar im Meer in einen starken Sog geraten ist und zu ertrinken droht. Lochner und seine Freundin Katharina Fuchs (22) springen ins Wasser und können die Hamburger Monika (64) und Volkmar Dieck (li.) vor dem sicheren Tod retten. „Wenn die beiden nicht gewesen wären, wären wir heute nicht mehr da“, sagt Monika Dieck. Im September besucht das Retterpärchen aus Deisenhofen die Diecks in Hamburg. Dann steht eine Stadtführung auf dem Programm. Außerdem freut sich Fuchs schon auf das Musical „König der Löwen“ .

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