Stimmen befahlen die Tat

Schwangere Ehefrau erschlagen: Student muss in Psychiatrie

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Der Rechtsanwalt Frank Markus (r.) unterhält sich am Dienstag vor Prozessbeginn im Landgericht in Traunstein mit seinem Mandanten.

Traunstein - Er hat gestanden, seine schwangere Frau erschlagen zu haben, doch ins Gefängnis muss ein Student aus Rosenheim dafür nicht. Denn Stimmen hatten ihm die Tat befohlen.

Für den Totschlag an seiner schwangeren Ehefrau kann deren Mann nicht ins Gefängnis kommen. Das Traunsteiner Landgericht ordnete am Donnerstag die Unterbringung des 30-Jährigen in einer Nervenklinik an. Der Student litt nach Überzeugung des Gerichts zur Tatzeit unter Wahnvorstellungen. Er ist daher nicht schuldfähig. Die Strafprozessordnung sieht in diesem Fall ein Sicherungsverfahren mit der Folge der Einweisung des Täters in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Klinik vor.

Er sprang mehrmals auf den Bauch des schwangeren Opfers

Der Mann hatte zum Prozessauftakt am Dienstag gestanden, seine gleichaltrige Ehefrau in der Nacht zum 21. Juli 2015 in der gemeinsamen Wohnung in Rosenheim erschlagen zu haben. Zudem sprang er mehrmals auf den Bauch des Opfers. Die Frau war im fünften Monat schwanger. Das Ungeborene starb im Mutterleib. Anschließend verletzte der Student auch noch einen Nachbarn mit Messerstichen schwer. „Er hat Stimmen gehört, die ihm die Taten befohlen haben“, sagte der Anwalt des Täters zum Motiv des Mannes. Der psychiatrische Gutachter bezeichnete diese Version vor Gericht als glaubwürdig.

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