Mann dreht durch und erwürgt seine Frau

Monique (26) wollte sich trennen – das war ihr Todesurteil

Lichtenau - Alex­ander H. (24) aus Lichtenau hat in der Nacht auf Mittwoch sei­ne Frau Monique (26) erwürgt – nach zehn gemeinsamen Jahren.

Auf Fotos will Alex­ander H. (24) seriös wirken, po­siert mit Krawatte vorm Spiegel oder grinst verschmitzt im An­zug. Doch in der Nacht auf Mitt­woch zeigte der Lichtenauer ein anderes Gesicht: Er erwürgte sei­ne Frau Monique (26) – nach zehn gemeinsamen Jahren. Nach der Tat stellte er sich der Polizei, legte sogar ein Geständnis ab.

Hinter der Fassade des massiven Sandstein-Hauses in der Ortsmit­te des Örtchens zwischen Nürn­berg und Ansbach muss es schon länger gekriselt haben. Nachbarn berichten von lautstarken Streits. Als es der Frau zu viel wurde und sie ihrem Mann ihre Trennungsabsichten offenbarte, sprach sie damit quasi ihr eigenes To­desurteil. Gegen 3 Uhr am Morgen tauchte Alexander H. mit der gemeinsa­men Tochter (6) bei seinen Eltern auf, berichtete ihnen, was er ge­tan hatte. Diese alarmierten mit den Worten, es sei „etwas Schreckliches geschehen“, die Poli­zei und den Rettungsdienst. Danach kehrte Alexander H. wieder in das Haus zu seiner getöteten Frau zurück. Hier ließ er sich wider­standslos von Polizisten festnehmen. „Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen“, sagte ein Polizeispre­cher. Seine Tochter, die allem An­schein nach nichts von dem schrecklichen Geschehen mitbe­kam, hatte der Mann bei der Oma zurückgelassen.

Noch in der Nacht packte Alexander H. im Verhör bei der Kripo Ansbach aus. Staatsanwalt Mi­chael Schrotberger: „Der Be­schuldigte hat in der Verneh­mung ein Geständnis abgelegt. Nach derzeitigem Stand handelt es sich um eine Beziehungstat.“ Offenbar gab es einen neuen Mann im Leben der begeisterten Hundeliebhaberin und glühenden FC Bay­ern-Anhängerin. Während Monique H. in Erlangen obduziert wurde, kam ihr Mann in Ansbach vor den Ermittlungsrichter. Der erließ Haftbefehl wegen Totschlags.

Den ganzen Mittwoch über si­cherten Kriminalbeamte in der Wohnung im ersten Stock des Hauses Spuren.

Durch seine Kurzschlusshandlung hat Alex­ander H. seiner Tochter die Eltern genommen. Sie wird nun von Angehörigen betreut, wäh­rend ihrem Vater bis zu 15 Jahre Haft drohen.

tz

Rubriklistenbild: © dpa

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