Gewaltverbrechen in Donauwörth

Mutter liegt tot in der Wohnung - wer steckt dahinter?

Donauwörth - Eine Frau liegt tot in ihrer Wohnung, getötet. Was genau passiert ist, ist noch offen. Die Kripo Dilingen sucht den Mörder.

Ihren Beziehungsstatus gab Michaela B. (†42) bei Facebook mit „kompliziert“ an. Vielleicht hilft dieses Detail der Kripo Dillingen nun bei der Suche nach ihrem Killer ...

Am Dienstagmittag gegen 13.15 Uhr meldete sich Timo B. (21) bei der Rettungsleitstelle. Er habe seine Mutter in der Berger Vorstadt leblos aufgefunden, es möge schnell ein Notarzt vorbeikommen. Doch die Sanitäter konnten nichts mehr für die ehemalige Finanzamts-Mitarbeiterin tun: Sie war nach tz-Informationen erschlagen worden.

Sofort wurde die Spurensicherung an den Tatort geschickt, der direkt an den Donauwörther Friedhof angrenzt. „Die aufnehmenden Beamten stellten massive Blutspuren fest“, teilte das Polizeipräsidium Schwaben-Nord gestern mit. Das Bild in dem von der Straße zurückgesetzten Haus zeugte offenbar von solch krasser Gewalt, dass die Spurensicherung auch 24 Stunden nach Entdeckung der Leiche noch andauerte.

Opfer eines Gewaltverbrechens

Die Obduktion der Leiche von Michaela B. bestätigte, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war. Mit Mantrailer-Hunden durchsuchte die Polizei daraufhin gestern die Umgebung des Tatorts, durchwühlte Abfalltonnen auf der Suche nach dem Tatwerkzeug. „Angaben zu den verwendeten Tatmitteln sind derzeit nicht möglich“, hieß es vonseiten der Polizei. Es ist lediglich von massiver Gewalteinwirkung gegen den Körper die Rede.

In der Dillinger Inspektion liefen parallel die Vernehmungen von Zeugen. Auch auf den 21-jährigen Sohn konzentrierte sich das Interesse. Er gilt als musisch begabt. Außerdem überprüft die Polizei die früheren Beziehungen der Frau. „Die Kripo Dillingen steht am Anfang ihrer Ermittlungen, so dass zu möglichen Tatverdächtigen, Hintergründen oder dem Motiv noch keine Angaben gemacht werden können.“

Wie die tz erfuhr, lebte Michaela B. allein und war häufig knapp bei Kasse. Ihr Vermieter verließ am Mittwochnachmittag entnervt das Grundstück und lehnte jegliche Auskunft ab: „Wenn man zwei Tage wie ein Schwerbrecher vernommen wird, will man nur noch seine Ruhe haben.“

tz

Rubriklistenbild: © dpa

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