Auto in Flammen

Familie entgeht knapp einer Katastrophe

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Feuerwehrmänner und der Autobesitzer vor dem ausgebrannten Wagen.

Peiting - Doppeltes Glück im Unglück hatten ein Peitinger und seine Familie am Samstag im Wohngebiet Lexe, deren Mini-Van bei einem Autobrand wirtschaftlichen Totalschaden erlitt.

Es war um kurz vor 14 Uhr, als bei der Peitinger Feuerwehr der Notruf einging. Und es war auch eher Zufall, dass der Ausbruch der Flammen so schnell bemerkt wurde. Ein benachbartes Ehepaar, das zum Rauchen auf seine Terrasse gegangen war, hatte den rauchenden Pkw, einen Skoda Roomster, bemerkt. Um die Nachbarn schnell zu verständigen, hatten sie daraufhin Schneebälle gegen deren Fensterscheibe geworfen und sie dadurch auf das Feuer aufmerksam gemacht. Nur so war es auch möglich, dass die Feuerwehr, die mit einem Löschfahrzeug und zwölf Wehrmännern ausrückte, so schnell vor Ort sein konnte.

"Wir hätten eigentlich schon im Auto sitzen und wegfahren wollen..."

Als Glück stellte sich bei ihrem Eintreffen heraus, dass das Fahrzeug, ein auf fünf Personen zugelassener Mini-Van, vor dem Haus stand und nicht in der Garage oder im Carport. Dann hätten die Flammen nämlich relativ schnell auch auf das Wohnhaus übergreifen können. Und der Autobesitzer und seine Familie hatten auch noch in anderer Hinsicht Glück. „Wir hätten eigentlich schon im Auto sitzen und wegfahren wollen, was sich dann aber noch verzögert hat“, berichtete Uwe L. auf Nachfrage unserer Zeitung. Großes Glück, denn dann hätte sie das Feuer vermutlich während der Fahrt erwischt.

Wie es zu dem Brand gekommen ist, der den kompletten Motorraum und auch Teile der Stoßstange vernichtete, ist derzeit noch ein Rätsel. Ein Gutachter will in diesen Tagen den Skoda noch einmal genau unter die Lupe nehmen.

Was ist schuld am Brand: Marderschreck oder Kurzschluss durch Salz?

Der 57-jähriger Autobesitzer hält es auch für möglich, dass sich Salz im Motorraum angesammelt hat und möglicherweise für den Kurzschluss verantwortlich sein könnte. Noch am Vortag hatte er mit dem Wagen nämlich eine seiner Töchter zu einer Jugendfreizeit nach Niederbayern gefahren und war über 500 Kilometer auf winterlichen und mit Salz gestreuten Fahrbahnen unterwegs.

Peitings Feuerwehrkommandant Rudolf Schropp hält es derweil auch für möglich, dass der Schaden, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von der Batterie ausging, auch mit dem nachträglichen Einbau eines Marderschrecks zu tun haben könnte. Den allerdings hat den Worten des Wagenbesitzers zufolge ein Fachmann eingebaut.

Bitter für Uwe L.: Er ist beruflich auf das Auto angewiesen

Für Uwe L. , der das Fahrzeug dringend für seinen Beruf braucht, ist der Verlust auch deshalb sehr bitter, „weil er direkt meinen Bedürfnissen angepasst war und es sehr schwierig ist, auf dem Markt ein vergleichbares Auto zu finden“. Er will sich gleich heute in Peiting nach einem vergleichbaren Modell umsehen.

Die Peitinger Feuerwehr konnte übrigens nach ihrem etwa halbstündigen Einsatz wieder abrücken. Zuvor hastte sie den Motorraum aufgebrochen, die Batterie ausgebaut und nachgelöscht. Der Pkw-Besitzer und Familienmitglieder hatten bereits zuvor abgelöscht.

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