SPD fordert Rechtsanspruch

Realschulen und Gymnasien sind Schlusslichter bei Ganztagsbetreuung

München - Die verfügbaren Ganztagsangebote für Schüler in Bayern gehen je nach Schulform weit auseinander.

Schlusslicht bei gebundenen Klassen waren im Schuljahr 2015/16 die Realschulen mit einem Anteil von 1,3 Prozent (2014/15: 1,1 Prozent). Spitzenreiter waren die Mittelschulen mit einem Anteil von 17,8 Prozent (2014/15: 17,6 Prozent). Dies geht aus einer Antwort der Staatsregierung auf Anfrage der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag hervor. Auch an den Gymnasien besuchten demnach mit einem Anteil von 1,5 Prozent nur wenige Schüler eine gebundene Ganztagsklasse. An den Grundschulen in Bayern lag der Anteil bei 6,1 Prozent (Vorjahr 5,7 Prozent).

„Der gymnasiale Bereich befindet sich wirklich noch im Dornröschenschlaf. Aber auch bei den anderen Schularten sieht es nicht viel besser aus“, sagte SPD-Landtagsfraktionsvize Simone Strohmayr am Montag in München.

Nach Ansicht der SPD bedarf es eines Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsplatz, damit in Bayern der Ausbau weiter vorangeht. „Die Staatsregierung bewegt sich hier leider nicht, und so bleibt es bei einem Flickenteppich aus einigen wenigen echten Ganztagsschulen, Nachmittagsbetreuung, Horten und privaten Lösungen.“ An diesem Dienstag wird sich der Landtag in zweiter Lesung mit dem bislang von der Staatsregierung abgelehnten Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung befassen.

dpa

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