Fall gibt noch viele Rätsel auf

Schwerverletztes Opfer: Polizei nennt Details

Licht für Spurensuche: Die Rottacher Feuerwehr leuchtete den Fundort am Sonntagabend aus. Foto: Feuerwehr

Rottach-Egern - Bei der Unbekannten, die am Sonntagmorgen lebensgefährlich verletzt auf der Karl-Theodor-Straße gefunden wurde, handelt es sich um eine 52-Jährige aus Rottach-Egern.

Es ist ein Fall, der Rätsel aufgibt. Am Sonntag um 5.13 Uhr wurde eine lebensgefährlich verletzte Frau auf der Rottacher Karl-Theodor-Straße gefunden (wir berichteten). Inzwischen weiß die Polizei: Es handelt sich um eine 52-Jährige, die in Rottach-Egern wohnt - aber nicht in der Nähe des Fundorts. Sie hat massive Kopfverletzungen erlitten, ihr Zustand ist kritisch. Was ist mit ihr passiert? Ist sie das Opfer eines Verkehrsunfalls mit Fahrerflucht, wurde sie niedergeschlagen oder ist sie unglücklich gestürzt?

„Wir ermitteln in alle Richtungen“, erklärt Konrad Paulus, Vize-Chef der Miesbacher Kripo. Aufgrund des Zeugenaufrufs sind zwei Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die den Ermittlern weiterhelfen. So konnte die Identität der Frau geklärt werden. Sie hatte eine Handtasche dabei, aber keinen Ausweis, der für gewöhnlich im Geldbeutel steckt. Ob in der Handtasche der Schwerverletzten eine Geldbörse war oder nicht, dazu macht Roman Hörfurter, Sprecher des Polizeipräsidiums Süd, keine Angaben. Nur so viel: Hinweise auf einen Raub gebe es derzeit nicht.

Unterdessen trägt das Ermittlerteam der Kripo Miesbach in akribischer Kleinarbeit Informationen zusammen. „Wir versuchen, den Abend zu rekonstruieren“, berichtet Paulus. Die zierliche 52-Jährige war mit einem neon-rosa Oberteil, einem rosa-getigerten Seidenschal und Jeans mit Lederschnürung ausgehfein gekleidet. Erste Erkenntnisse, wo sie sich am Samstagabend aufgehalten hat, gibt es wohl. Die Polizei hält sich aber mit Auskünften sehr zurück. Die Ermittler suchen intensiv nach Spuren. Am Sonntag waren der Gutachter und Teams der Polizei bis in die Nacht hinein vor Ort. Die Rottacher Feuerwehr leuchtete den Bereich um die Fundstelle aus.

Am Montag war die Spurensicherung an der Karl-Theodor-Straße abgeschlossen. Zudem wird die Kleidung der Frau auf Anhaftungen untersucht. Die Auswertung, so die Polizei, werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

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