Strecke blieb anschließend gesperrt

Starnberg: Zug knallt gegen umgestürzten Baum

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Die Strecke war für Stunden gesperrt.

Starnberg - 250 Fahrgäste mussten am Freitagvormittag aus einem Regionalzug im Bereich Starnberg aussteigen, nachdem dieser gegen einen umgestürzten Baum geknallt war.

Bei Baumfällarbeiten zwischen Pöcking und Niederpöcking (Landkreis Starnberg) ist gestern Vormittag ein Stamm auf ein Bahngleis gefallen – er wurde von einem Regionalzug erfasst.

Der Bahnverkehr zwischen Tutzing und Starnberg war daraufhin stundenlang unterbrochen. Die Feuerwehr musste 236 Fahrgäste evakuieren, wie der Starnberger Merkur berichtet.

Laut Bundespolizeiinspektion München hatten zwei Mitarbeiter eines Forstwirtschaftsbetriebes aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in einem Waldstück nahe der Strecke Bäume gefällt. Aus noch unbekannter Ursache löste sich dabei ein Baum während des Schneidens und stürzte mit ganzer Länge über beide Gleise. Der Regionalbahn-Fahrer kam aus einer Rechtskurve und erkannte das Hindernis.

Er leitete bei einer Geschwindigkeit von rund 120 Stundenkilometern eine Schnellbremsung ein, konnte aber einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Dabei wurden das Triebfahrzeug, der Stromabnehmer und die Oberleitung beschädigt.

Die Integrierte Leitstelle löste Großalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Der Zugführer überstand den Aufprall unverletzt. Insgesamt erlitten vier Personen einen Kreislaufkollaps, drei davon konnten vor Ort versorgt werden. Ein Mann wurde zur Behandlung in eine Klinik gebracht.

Von der Feuerwehr musste die Oberleitung kurzgeschlossen werden, um die Passagiere gefahrlos aus dem Zug zu evakuieren. Die Fahrgäste wurden von der Feuerwehr beim Verlassen des Zuges über Podeste unterstützt und anschließend zu Kleinbussen geleitet. Diese brachten die Fahrgäste dann zum Bahnhof Possenhofen.

Von dort aus hatte die Bahn einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die meisten der 236 betroffenen Fahrgäste nahmen es ausgesprochen gelassen, als ihre Fahrt auf den Bahngleisen mitten im Wald endete. „Bong, bong, bong hat es gemacht. Ich hab gedacht, es sind Steine. Aber dann bremste der Zugführer ab und der Zug kam ganz sanft zum Stehen“, erzählt einer der Fahrgäste.

mm

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