Nur Stau ist grenzenlos

Pfingstferien: Baustellen und Kontrollen kosten Nerven 

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Am Pfingstwochenende dürfte es voll werden auf den Autobahnen.

München - Die Pfingstferien werden Autofahrern Nerven kosten.  Vor allem wegen der Riesenstaus, die nicht nur an den vielen Baustellen liegen.

Jetzt wird’s heftig: In den kommenden Pfingstferien müssen sich Urlauber auf Riesenstaus einstellen. Das liegt an einer ganzen Reihe von Baustellen – und daran, dass es mittlerweile wieder Grenzkontrollen gibt. Warten, um den Pass herzeigen zu dürfen, so wie wir es aus der Kindheit kannten …

Der Rahmen: Allein in Bayern gibt’s etwa 70 aktive Autobahnbaustellen mit einer Gesamtlänge von 250 Kilometern, wie der ADAC Südbayern jetzt in seiner Staukarte veröffentlicht. Dazu gehört zum Beispiel die A9 zwischen der Holledau und Allershausen – hier sind in beiden Richtungen Baustellen von insgesamt 17 Kilometern Länge zu verzeichnen.

Freitag und Samstag heftigste Stautage

Die heftigsten Stautage werden laut ADAC der kommende Freitag und der Samstag von Vormittag bis Nachmittag. „Wer glaubt, er entkommt dem Stau, indem er in der Nacht losfährt, der fährt womöglich direkt in den Stau hinein“, sagt Stauberater Bernd Emmrich. Er ist bis September an den Wochenenden mit Malbüchern, Kartenmaterial zur Umfahrung und Getränken auf den Staustrecken unterwegs.

Grenzkontrollen in Bayern

Das mobile StauStudio des ADAC sendet mit fünf Motorrädern und einem Hubschrauber Stauinfos vom Boden und aus der Luft. Autofahrer sollten sich über Radio und Internet über Staus und Ausweichrouten informieren. Denn die Bundespolizei kontrolliert seit kurzem nicht mehr dauerhaft, sondern nur noch punktuell und nicht immer an denselben Stellen die Grenzen. Die Kontrollen am Brenner, am Reschenpass und im Pustertal sollen erst Ende Mai aufgenommen werden, kurzfristige Entwicklungen sind aber möglich.

Der beste Reisetag ist am Pfingstsonntag. Wer flexibel ist, sollte an diesem Tag fahren. Am Dienstag nach Pfingsten wird es dann heftigen Rückreiseverkehr geben. Dann staut es sich schon an den Grenzen. „Bei der Rückreise müssen die Urlauber wegen Grenzkontrollen mehr Zeit einplanen“, sagt Emmrich. Verschärft ist die Lage wieder in der zweiten Ferienwoche. In die andere Richtung ist ab Mitte der Woche mit der ersten Rückreisewelle zu rechnen. „Diese erreicht am 28. Mai ihren Höhepunkt“, sagt Markus Bachleitner, Leiter der Verkehrsinfo des ADAC.

So läuft's entspannt

  • Stauspitzenzeiten in den Pfingstferien meiden: Freitag, 14 bis 19 Uhr; Samstag 7 bis 17 Uhr und am Sonntag 13 bis 19 Uhr.
  • Für Grenzwartezeiten und die Staulage in Österreich, Schweiz und Norditalien gibt’s eine Bandansage unter Tel. 089/7676 1444.
  • Infos zu Grenzkontrollen unter www.bit.ly/adac_grenzkontrollen.
  • Radiosender wie B1, B3 und Radio Arabella bieten den Reise- und Urlaubsservice mit Ausweichrouten in ihren Verkehrsnachrichten.
  • Die Ausweispapiere (auch für Kinder) auf keinen Fall vergessen!

Jasmin Menrad

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