Repräsentative Telefon-Umfrage

Die Bayern sind fast wunschlos glücklich

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München - Den Bayern geht’s offenbar so gut, dass fast ein Drittel auf die Frage nach den drängendsten Problemen im Freistaat antworten: „Weiß nicht …“

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Telefon-Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der CSU. Meinungsforscher Matthias Jung: „Die Leute sind nicht in der Lage, irgendein Problem zu benennen.“ Fraktionschef Thomas Kreuzer freut sich: „Die Lage ist einfach günstig, das ist objektiv so, und die Leute sehen es auch so.“ Ministerpräsident Horst Seehofer mahnte trotzdem: „Vertrauen erarbeitet man in Jahren und kann es in Stunden verspielen.“ Die Ergebnisse, die in Kreuth vorgestellt wurden:

- Wirtschaftliche Lage: 74 Prozent bezeichnen die derzeitige wirtschaftliche Lage als gut, nur zwei Prozent als schlecht. Auch die eigene wirtschaftliche Lage halten 66 Prozent der Bayern für gut (Bundesdurchschnitt: nur 55 Prozent). 69 Prozent gehen davon aus, dass es im kommenden Jahr so bleiben wird, 16 Prozent glauben sogar, dass es noch besser wird, 13 Prozent, dass es ihnen schlechter gehen wird.

- WichtigsteProbleme:Trotz aller Bemühungen, die Kritik am starken Druck auf Bayerns Schüler zu dämpfen: DieSchul-undBildungspolitik bleibt das umstrittenste Thema in Bayern – 17 Prozent sehen es als das wichtigste Problem an (siehe Grafik). In anderen Bundesländern stuften allerdings 30 bis 40 Prozent der Befragten ein Problem als das wichtigste ein, so Jung von der Forschungsgruppe Wahlen.

- Bildung: 77 Prozent der Befragten sehen die „gute Vorbereitung auf die berufliche Zukunft“ als wichtigste Aufgabe der Schule an, gefolgt von „Förderung der Schwächeren“ (61 Prozent). Über die Parteigrenzen hinweg halten es die Bayern für wichtig, „dass es im Schulalltag weniger Stress gibt.“ (CSU-Anhänger: 37 Prozent, SPD: 41 Prozent, Freie Wähler: 39 Prozent, Grüne: 56 Prozent).

- Parteiunterschiede: Generell gilt, dass die Anhänger der verschiedenen Parteien in vielen Punkten einer Meinung waren – in anderen Bundesländern seien hier die Unterschiede zwischen den politischen Lagern viel deutlicher, so Jung.

- Zukunft Bayerns:Aufdie Frage, was „für mich persönlich wichtig ist“, landete das Thema „gute Bildung“ mit 80 Prozent vor „gute Gesundheitsversorgung“ (76 Prozent) und „finanzielle Sicherheit im Alter“ (68 Prozent).

KR

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