Landshut: Spektakuläre Aktion am Kühlturm nach zehn Minuten beendet

AKW Isar 1: Polizei stoppt Greenpeace

Protestaktion um vier Uhr morgens: Die Greenpeace-Projektion am Kühlturm Isar 1

Landshut - Mit einer spektakulären Aktion haben Greenpeace-Aktivisten in der Nacht zum Freitag am Kernkraftwerk Isar 1 auf die tödlichen Gefahren aufmerksam gemacht, die von dem Atommeiler ausgehen sollen.

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Erst war’s stockdunkel, dann plötzlich fast taghell: Es war Punkt vier Uhr morgens, als plötzlich in großen Lettern „Sicher ist nur: AKW Isar abschalten“ als Projektion auf dem Kühlturm zu lesen war. Doch der Großprojektor, der auf einem Feldweg unweit des Kernkraftwerks stand, lief nicht lange. Nach nur zehn Minuten machten Polizei und Werkschutz dem frühmorgendlichen Spuk ein Ende. Allerdings erst nach einer handfesten Auseinandersetzung um die Rechtmäßigkeit des Protestes. Denn während die Greenpeace-Leute versicherten, dass man den Protest als „Eilversammlung“ angemeldet habe, wollte die Polizei davon nichts wissen. 

Erst nachdem ein Aktivist vorübergehend in Gewahrsam genommen wurde, beruhigten sich die Gemüter allmählich wieder.

Am Jahrestag des Anschlags auf die Zwillingstürme in New York wollte Greenpeace mit der Aktion darauf hinweisen, dass Isar1 – „wie die Mehrzahl der deutschen Atomkraftwerke – nicht gegen den Aufprall eines Verkehrsflugzeuges geschützt“ sei. 2001, so heißt es in einer Pressemitteilung, hätten die Attentäter auch einen Angriff auf ein Atomkraftwerk erwogen. Dazu meinte Kraftwerkssprecher Johann Seidl am Freitag: „Das ist purer Wahlkampf. Isar 1 ist dafür ausgelegt, dass es den Absturz eines Kampffliegers aushält.“

tz

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