Hoch "Gerd" sei Dank

Über 30 Grad! Tipps für die Sommerwoche

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SUP am Schliesee: Brettl können dort ausgeliehen werden.

München - Sonne und Temperaturen über 30 Grad, Gerd sei Dank! Das Hoch beschert uns die erste komplette Sommerwoche in diesem Jahr. Und das mitten in der Ferienzeit. Natürlich könnten Sie ins Freibad gehen – oder Sie lassen sich von unseren Geheimtipps inspirieren. Dringende Empfehlung: Tun Sie’s!

Manche stöhnen ja schon wieder über die anstehende Hitze. Gibt’s das? Nach so einem mittel- bis gar nicht schönen Sommer sollte man für jeden Sonnenstrahl dankbar sein – es könnte ja schließlich der letzte in diesem Jahr sein. Und der kurzfristig bestellte Sommer meint es gut mit uns: „Die Höchstwerte steigen bis zur Mitte der Woche an“, sagt Paul Brüser vom Deutschen Wetterdienst (DWD). „Und bis zum Ende der Woche haben wir dann 27 bis 32 Grad.“

Verantwortlich dafür ist Hoch Gerd, das uns die allzu anhänglichen Tiefdruckgebiete vom Hals hält. Erst am Donnerstag, wenn voraussichtlich nicht ein einziges Wölkchen im Himmel hängt, zieht Gerd weiter nach Osten. Bis Freitag – und vermutlich bis zum Wochenende – bleibt es aber sommerlich warm. Erfreulich außerdem: Gewitter sind trotz der Hitze kaum bis gar nicht in Sicht.

Das wird, mitten in der Ferienzeit, vor allem Schüler und Familien freuen. Und weil man bei all den Freizeit-Möglichkeiten in Oberbayern schnell die Orientierung verliert, haben wir ein paar nicht ganz so bekannte (Ausflugs-) Tipps für die Woche zusammengetragen.

Der Haarsee bei Weilheim.

Wer gerne schwimmen geht, aber den Kampf um die Plätze am überfüllten See-Strand vermeiden möchte, sollte sich den Haarsee bei Weilheim merken. Wer sein Wasser nicht beschaulich gluckernd, sondern gewaltig stürzend mag, für den ist vielleicht der Wasserfall an der Schoßrinn ein Ausflugsziel. Der Name kommt vermutlich daher, dass das Wasser 90 Meter tief in ein Becken schießt. Andere denken bei dem Anblick an den weiblichen Schoß – weshalb dieser Platz als Frauenkraftort gilt.

Natürlich handelt es sich nur um ein paar sanfte Empfehlungen. Aber die seien Ihnen ans Herz gelegt. Die Woche ist noch lang.

Brett auf dem Wasser: Stand Up Paddling – oder wie Kenner sagen: SUP – ist längst ein Trend und als solcher auch am Schliersee (Kreis Miesbach) angekommen. Wer mag, kann sein Haustier mit aufs Brett nehmen, aber die Bergkulisse lässt sich besser ohne Hund genießen. Bretter können jedenfalls im Ort ausgeliehen werden.

Bergtierpark Blindham: Ob Esel, Mufflons oder das Wildschwein Eberhard – im Bergtierpark Blindham kann alles gestreichelt werden, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Das Areal in Aying (Kreis München) hat 2000 Quadratmeter und ist so was wie ein Tummelplatz einheimischer Tiere. Außerdem gibt es eine Riesenschaukel und einen Spiel-Stadl. Eltern müssen sich zwar darauf gefasst machen, ihren Kindern mit einem Bollerwagen voller Proviant hinterherzufetzen – aber am Ende sind die Kleinen genauso glücklich wie müde. Dann ist für die Eltern noch ein Radler im Park-Café drin.

Kraftort: Rund 90 Meter stürzt das Wasser in die Tiefe. Der Wasserfall an der Schoßrinn bei Aschau (Kreis Rosenheim) gilt als Kraftort, vor allem für Frauen. Vom Parkplatz Schoßrinn sind es 15 Minuten zu Fuß durch den Wald.

Der Wasserfall an der Schoßrinn.

See im Wald: Geheimnisse soll man ja für sich behalten, aber wir sind ganz schlecht darin. Deshalb der heiße Badetipp für diese Woche: der Haarsee bei Weilheim. Er liegt mitten im Wald und ist über einen Kiesweg hinter der Ortschaft Magnetsried erreichbar. Wer ihn kennt, schwärmt von dem sehr klaren, sehr weichen Wasser – und von den schattigen Wiesen, auf denen sich Besucher entspannen können. Einheimische lieben die ruhige, persönliche Atmosphäre. Die geschützten Moorufer sind überdies Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, auch deshalb ist der Haarsee kein Ort für die großen Massen. Unser Tipp: Kinder einpacken, ins Auto setzen, baden gehen – und das Geheimnis Haarsee am besten für sich behalten.

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