Unglück am Wendelstein

Altbürgermeister von Wasserburg stürzt in den Tod

Martin Geiger war allein am Wendelstein unterwegs.

Wasserburg – Vor dem Rathaus am Marienplatz in Wasserburg (Kreis Rosenheim) hängt seit gestern Mittag Trauerbeflaggung: Wasserburgs Altbürgermeister und Ehrenbürger Martin Geiger ist in den Bergen tödlich verunglückt.

„Ein 79 Jahre alter Bergwanderer ist im Wendelsteingebiet am Mittwoch bei einem Sturz tödlich verunglückt“, hieß es gestern in der Mitteilung der Polizei. Am Mittag war es schließlich klar, dass Geiger in seinen geliebten Bergen den Tod gefunden hat.

Geiger, von 1972 bis 2002 für die Freien Wähler Bürgermeister der Stadt Wasserburg, war am Mittwochvormittag mit seinem Auto nach Brannenburg gefahren, um am Wendelstein zu wandern. Als er bis 23 Uhr nicht nach Hause zurückgekehrt war, informierte sein Sohn die Polizei. Sofort startete die Polizeiinspektion Brannenburg eine groß angelegte Suchaktion, an der sich zahlreiche Helfer der Bergwacht beteiligten. Auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und Polizeidiensthunde kamen zum Einsatz.

Martin Geiger stürzte in unwegsamen Gelände  

Wenig später wurde der Wagen des Vermissten auf dem Parkplatz der Wendelstein-Zahnradbahn gefunden. Wo genau sich der Bergwanderer im Wendelsteingebiet aufhielt, konnte im Laufe der Nacht aber nicht mehr herausgefunden werden. Bei Tagesanbruch wurden die Suchmaßnahmen gestern intensiviert. Gegen 9 Uhr sichtete die Besatzung des Polizeihubschraubers eine leblose Person am „Aipl“. Rettungskräfte konnten nur noch Tod Geigers feststellen. Wie die Ermittlungen ergaben, kam er in dem unwegsamen Gelände zu Sturz und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Der Leichnam wurde per Hubschrauber ins Tal gebracht.

Martin Geiger kam im Kreis Balingen zur Welt. Der Jurist wurde nach der Gebietsreform Bürgermeister der Stadt Wasserburg. 30 Jahre lang gehörte er dem Rosenheimer Kreistag an. Seit 2001 war er auch Mitglied der Landessynode der evangelisch-lutherischen Kirche. Die Stadtratsitzung gestern Abend begann mit einem Gedenken an den Altbürgermeister.

ULRIKE VONAU

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