"Teils Tischtennisball-große Hagelkörner"

Unwetterwarnung der Stufe Violett! So hat's in Bayern gekracht

Offenbach - Ein Tief aus dem Südwesten beschert weiten Teilen Deutschlands am Wochenende die Gefahr von Gewittern, die heftig ausfallen können. In Bayern kam vielerorts Hagel vom Himmel.

Hagel, Sturmböen, heftiger Regen - und vorerst kein Ende in Sicht: Gewitter mit Unwetterpotenzial sind am Wochenende weiter möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

Am Samstagnachmittag gaben die Meteorologen Unwetterwarnungen vor schweren Gewittern mit Starkregen und Hagel für Teile Bayerns, Südhessens und Baden-Württembergs heraus. Nur größere Teile des Nordens und Nordostens sollen zunächst weitgehend verschont bleiben.

"Teils Tischtennisball-große Hagelkörner"

Sie versprachen nicht zu viel: Unsere User schickten über Facebook beeindruckende Fotos aus der Region Weilheim. "In Wielenbach gab's 15 min Unwetter mit Hagel, teils Tischtennisball-große Hagelkörner. Nun schmilzt der 5cm hohe Schnee wieder durch puren Sonnenschein", schreibt Lena zu dem Foto.

Anja S. war mit der Auto in der Nähe von Pähl unterwegs, als sie von dem Unwetter überrascht wurde. "Zum Glück nix passiert kurz nach Pähl haben uns unter eine Scheune gerettet mit dem Auto", schreibt sie.

Ein paar Kilometer weiter in Raisting blieb es schon deutlich ruhiger: "In Raisting war nur Donner paar Blitze und Starkregen", schreibt Sonja W. bei Facebook.

Die Münchner mussten lediglich kurz den Schirm aufspannen. Nach ein bisschen Regen war am Samstag gegen 17 Uhr schon wieder die Sonne draußen.

Bei unserem Facebook-User Peter B. in Peißenberg war rein gar nichts - außer Sonnenschein.

Bei Hans in Hemau bei Regensburg kam ordentlich was runter. Er schickte uns über den tz.de-WhatsApp-Dienst dieses Foto seines verhagelten Gartens.

In Tirol ging es offenbar ziemlich rund: tz.de-Whatsapp-User Dieter hat das ziemlich greislige Wetter dort in einem kleinen Video dokumentiert.

Bereits am Freitagabend hatten sich im Westen und Süden Unwetter entladen. Tief "Elvira" bringe weiter schwülwarme "Waschküchenluft" von Südwesten her ins Land, erklärte der Wetterdienst.

Unwetterwarnung waren Samstagnachmittag: Diese Regionen Bayerns sind betroffen

Der komplette Freistaat war am Samstagnachmittag auf unwetterzentrale.de gelb eingefärbt. Heißt: "Vorwarnung vor Gewitter, Warnstufe Rot möglich".

Jene Warnstufe Rot bedeutet eine Unwetterwarnung, in diesem Fall vor Gewitter. Diese wurde am Samstagnachmittag für nur wenige Regionen herausgegeben - etwa im Bereich Regensburg, Hof, Aschau/Kiefersfelden sowie auch südlich und südöstlich von München: Die Unwetterwarnung galt um etwa 16 oder 17 Uhr am Samstag etwa für Starnberg und Sauerlach.

Höchste Warnstufe Violett u.a. für Tutzing

Richtig ungemütliches Wetter zeigt die Warnstufe Violett an: Diese wurde für Samstagnachmittag für Tutzing, Münsing, Andechs, Dießen am Ammersee und einige umliegende Gemeinden ausgegeben. "Schwergewitter mit Starkregen, (großer Hagel u. orkanartige Böen möglich)", hieß es auf unwetterzentrale.de.

Am Abend hatte sich die Lage dann beruhigt, und die komplette Bayern-Karte war nur noch gelb eingefärbt.

So geht's weiter

In der Nacht zum Sonntag gebe es, verursacht durch ein von Frankreich nordostwärts ziehendes Tief, weitere Schauer und teils kräftige Gewitter. Besonders der Westen und Südwesten seien am Sonntagmorgen davon betroffen, sagten die Meteorologen voraus. Zum Nachmittag sollen dann fast alle Landesteile mehr oder weniger stark Gewittern ausgesetzt sein. Einige von ihnen könnten sich zu Unwettern entwickeln. Wo genau, sei allerdings nicht vorherzusagen.

Zu Beginn der kommenden Woche sollen sich die Gewitter dann in den Nordosten verlagern, wo es nach der Vorhersage des Wetterdiensts wieder zu Unwettern kommen kann. Im Südwesten gebe es dann noch Regen und Regenschauer - aber keine Gewitter mehr. 

Die Wettervorhersage für Ihre Region

lin/dpa

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