Zwei Kinder und Mann verletzt

Verpuffung: Drama bei der Feuerwehrübung

Teublitz - Es sollte eine Übung werden, doch dann wurde daraus bitterer Ernst. Bei einer Feuerwehrprüfung in der Oberpfalz wurden zwei Kinder (7 und 13) und ein Feuerwehrmann vermutlich bei einer Verpuffung teils schwer verletzt.

Der 33-Jährige erlitt erhebliche Brandverletzungen im Gesicht, ein Bub (7) leichtere. Das Mädchen klagte über Atemnot wegen inhalierter heißer Luft. Das Unglück passierte während der Vorbereitung auf die Prüfung.

23 aktive Feuerwehren hatten sich am Samstag in Teublitz (Kreis Schwandorf) der Abschlussprüfung der Truppführerausbildung gestellt. Im Feuerwehrhaus fand die theoretische Prüfung statt. Auf einem Firmengelände sollte die praktische absolviert werden. Mit dabei waren zwei Kinder als Statisten, beide Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Ihre Aufgabe war es, „die Wehren beim Eintreffen schreiend auf eine in einer Halle eingeklemmte Person hinzuweisen“, berichtete Kommandant Marco Feicht. Unmittelbar danach sollte ein mit Holz gefüllter Container auf dem Gelände in Flammen aufgehen.

Feicht war von dort bereits auf dem Weg zum Feuerwehrhaus, um die Kameraden zu holen, als die Nachricht von dem Unglück kam. Was genau passiert ist, wird derzeit von der Kripo ermittelt. Es soll aber eine große Stichflamme aus dem Container gegeben haben, die den Siebenjährigen und den Erwachsenen erfasste. Die zwei Verletzten kamen in eine Nürnberger Spezialklinik.

Nach Informationen der Mittelbayerischen Zeitung sollte das Holz im Container mit Diesel getränkt werden. Möglicherweise wurde aber vom später schwer verletzten 33-Jährigen ein falscher Kanister genommen – und dadurch 20 Liter Benzin in den Container geschüttet. Die am Samstag herrschenden hohen Temperaturen könnten diese Benzindämpfe schlagartig entzündet haben.

Dem Mädchen soll es schon besser gehen, über den Zustand des Kindes und des Mannes war gestern nichts bekannt.

mc

Rubriklistenbild: © dpa

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