User-Diskussion zum Vorfall in Fürth

Rauswurf wegen Schrei-Kind bei Edeka? "Die brauchen Nachhilfe"

Die Aufnahme der Überwachungskamera.

München - Die Reaktionen unserer User auf den angeblichen Rausschmiss einer jungen Mutter aus einem Fürther Edeka sind komplett unterschiedlich. Von Verständnis für die Eltern bis zur harschen Verurteilung ihres Erziehungsstils ist alles dabei.

Weil ihre Tochter brüllte, soll eine junge Mutter vor wenigen Tagen aus einem Edeka in Fürth geworfen worden sein. Der Supermarkt-Inhaber stellte die Situation etwas anders dar - und veröffentlichte Videoaufnahmen zum Beweis. Wie die Situation wirklich abgelaufen ist, wissen wohl nur die Beteiligten. Es steht Aussage gegen Aussage.

Unsere Online-User haben trotzdem eine klare Meinung zu der Angelegenheit.

"Gabi" schreibt zum Beispiel, wenn ihr Kind weine, nehme sie es auf den Arm und lasse es nicht weinend und schreiend in einem Einkaufswagen sitzen. "Aber offenbar haben viele Eltern diese ganz normalen menschlichen Handlungen zum Beruhigen eines Kindes verlernt! :-(" "Thilde" hat dafür eine einfache Erklärung: "Weil die Mütter heute nur noch ihre Handy vor der Nase haben. Vierjährige haben ein Sprachwissen eines Zweijährigen", so ihre Meinung. Auch "Mona" kritisiert die Eltern: "Kann da nicht ein Elternteil mit dem Kind nach draußen gehen?" Sie hält es für fraglich, dass drei Erwachsene (die Mutter, ihr Mann und ihre Schwiegermutter) mit dem brüllenden Kind durch den Supermarkt flanierten: "Die Eltern brauchen auch Nachhilfe in Puncto Kindererziehung." Dieser Meinung schließt sich "Dieter21" an: Manche Eltern versuchten noch, mit ihren Kindern zu diskutieren, wenn sie schrien, als ob sie abgemurkst würden. "Das ist genau das Problem", antwortet ihm "Hgjaen". Wenn jemand selbst keine Erziehung habe, wie solle er dann sein Kind erziehen?

Die Eltern bekommen auch Unterstützung

Es gibt aber auch andere Stimmen. Ein Edeka-Markt sei keine Universitäts-Bibliothek und auch keine Oper, findet "2-fach-Mama". "Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Wieso sollte ein schreiendes Kind mich beim Einkaufen stören? Kinder können lange und ausdauernd schreien." Gerade in dem Alter hätten sie sowieso die sogenannte Trotzphase. Auch "ama mona" zeigt sich verständnisvoller: "Wir kennen die Eltern und das Kind nicht, es kann auch eine Erziehungsmethode sein, das Kind mal weinen zu lassen." Das würden wohl alle Eltern irgendwann mal machen. "Klar hätte einer mit ihr rausgehen können, aber keiner von uns weiß, ob das vielleicht auch nichts gebracht hätte." Das müsse jeder selbst für sein Kind entscheiden. 

"graf_koks" gibt noch einen einfachen Tipp, wie die ganze Situation von vorneherein hätte vermieden werden können. "Halt nicht zur Mittagszeit mit einem müden Kind einkaufen gehen", sagt er. Eine Zweijährige brauche ihren Schlaf.

kf

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