Es wird wieder ungemütlich

Warnung vor Unwettern für halb Bayern: Hagel, Sturm, Starkregen

Ein Screenshot von dwd.de.

München - Der komplette Sonntag dürfte ungemütlich werden! Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwettern, es könnte auch hageln und stürmen.

Haben Sie das Traumwetter am Samstag genossen! Gut so! Denn schon in der Nacht dürfte es umschlagen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Samstag eine so genannte "Vorabinformation Unwetter vor schwerem Gewitter" herausgegeben, eine Vorstufe zur Unwetterwarnung. Sie gilt für fast den kompletten Sonntag - von 3 bis 23 Uhr. Und sie betrifft die komplette südliche Hälfte Bayerns, also alles südlich der Landkreise Ingolstadt und Regensburg.

"In der Nacht zum Sonntag ziehen von der Schweiz und Württemberg her Gewitter nach Nordosten. Dabei gibt es örtlich Unwetter durch heftigen Starkregen mit Mengen um 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Anfangs können auch noch Hagel mit Korndurchmesser um 2 cm und schwere Sturmböen bis 100 km/h dabei sein.

Am Sonntag sind in den frühen Vormittagsstunden vornehmlich südlich des Mains einzelne Gewitter unterwegs. Nachmittags konzentrieren sich die Gewitter auf die Alb und das Gebiet südlich davon. In den meisten Fällen sind die Begleiterscheinungen Starkregen mit Mengen um 20 Liter je Quadratmeter in kurzer Zeit, kleinkörniger Hagel und Böen bis 80 km/h. Sowohl am Vormittag, als auch am Nachmittag sind jedoch lokale Unwetter hinsichtlich Starkregen mit Mengen um 30 Liter innerhalb kurzer Zeit und Hagel mit Korngrößen um 2 cm möglich", schreibt der DWD auf seiner Homepage. "Zum Teil kann der Starkregen auch wiederholt ohne Gewitter auftreten."

Besonders greislig wird es also in der Nacht und dann wieder ab Sonntag Mittag, prognostiziert der DWD: "Am Sonntag fällt bereits in der Früh und vormittags gebietsweise schauerartiger Regen. Hinzu kommen Gewitter. In Unterfranken klingen diese zunächst ab und die Sonne kommt ab und zu heraus. Nachmittags gibt es dann bevorzugt an der Alb und südlich davon kräftige Schauer und Gewitter."

Juli war zu trocken

Erstaunlich: Der Juli war in Deutschland in diesem Jahr zu trocken. Mit rund 68 Litern Regen pro Quadratmeter fehlten rechnerisch exakt zehn Liter bis zum vieljährigen Mittel, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach mitteilte.

Daran änderten auch die extremen Niederschläge am Monatsende nichts - denn es gab vor allem im Westen Regionen, in denen nur zehn Liter fielen. Zum Vergleich: Südlich der Mecklenburgischen Seenplatte regnete es allein am 27. Juli rund 98 Liter. Die größte Monatsmenge mit mehr als 300 Litern gab es den Angaben zufolge im Berchtesgadener Land.

Die Temperatur lag bei durchschnittlich 18,6 Grad und damit 1,7 Grad über der gültigen Referenzperiode (1961 bis 1990). Der höchste Wert wurde am 20. Juli mit 36,4 Grad in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz gemessen. Am kältesten war es in einer Nacht in Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge: Dort zeigte das Thermometer am 16. Juli nur 3 Grad.

Am meisten schien die Sonne im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb (260 Sonnenstunden), am wenigsten im Rothaargebirge und im Harz (150 Stunden). Durchschnittlich zeigt ein Juli 211 Sonnenstunden.

lin/dpa

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