Der Dauerregen hat ein Ende

Nach der Unwetter-Woche: So wird das Wetter in den nächsten Tagen

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Die Wolken verziehen sich: Der Landeshauptstadt stehen sonnige Tage bevor.

München - Der Freistaat hat eine unglaublich verregnete Woche hinter sich. Pünktlich zum Wochenende aber meldet sich die Sonne zurück. Auch für das Hochwasser-gefährdete Passau gibt es gute Nachrichten.

  • Der Deutsche Wetterdienst verhängt weiterhin amtliche Unwetterwarnungen für zahlreiche Landkreise im Alpenvorland.  
  • Das Unwetter forderte ein Todesopfer. In Rattenkirchen im Landkreis Mühldorf rutschte eine 60-Jährige am Montag in einen hochwasserführenden Straßengraben und ertrank dort.
  • Am Schliersee und am Tegernsee hagelte es Anfang der Woche Eisbrocken mit bis zu vier Zentimetern Durchmesser.
  • In den Alpen fiel in der Nacht auf Donnerstag der erste Schnee. Die Schneefallgrenze sankt stellenweise drastisch.

+++ Bayern: Pünktlich zum Wochenende entspannt sich die Wetterlage in Bayern. Die Temperaturen steigen an, es bleibt trocken, und Unwetter sind laut dem Deutschen Wetterdienst auch keine zu erwarten. In weiten Teilen Bayerns soll sich sogar die Sonne zeigen. In Passau entspannt sich die Hochwasserlage derweil weiterhin; die Pegel von Donau und Inn gehen in der Dreiflüssestadt zurück.

Eine freudige Nachricht nach all den Tagen geprägt von Dauerregen und kühlen Temperaturen:  Im Laufe der nächsten Woche gehen die Temperaturen richtig durch die Decke. Laut wetter.net knacken wir die 30-Grad-Marke und erreichen endlich das lang ersehnte Grill- und Badewetter.

+++ Passau: Die Wasserstände in Passau fallen wieder. Die Hochwasser-Meldestufe 3 sei in der Nacht nicht erreicht worden, sagte ein Sprecher des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf am Freitagmorgen. Nach tagelangem Regen war die Donau in Passau deutlich angestiegen. Die Pegel Ilzstadt und Donau hatten sich am Donnerstagabend der Meldestufe 3 (7,55 Meter) genähert. Bei dieser Stufe hätten die Menschen in der niederbayerischen Stadt mit gesperrten Straßen rechnen müssen.

+++ Passau: Die Pegel von Donau und Inn steigen doch stärker als erwartet. Laut BR rechnen Experten damit, dass der Donaupegel in Passau am Freitag auf bis zu acht Meter ansteigt. Damit würde der Fluss die Hochwasser-Meldestufe drei überschreiten. Demnach könnten mehrere Straßen und Promenaden überflutet werden.

Die örtliche Feuerwehr ist bereits in Alarmbereitschaft und auch die Bevölkerung wurde über das Katastrophenwarnsystem "achtung.passau" über das drohende Hochwassern informiert. 

+++ Bayern: In den nächsten Tagen ist wettertechnisch (endlich) Besserung in Sicht, auch wenn in der Nacht zum Freitag die eh schon kühlen Temperaturen nochmals fallen. 6 bis 9 Grad sagen die Meteorologen für die Nacht voraus, und auch am Freitag bleibt es kühl. Pünktlich zum Wochenende soll's dann aber endlich wieder wärmer und vor allem trockener werden. Eine schöne Abwechslung zu dieser verregneten Woche, die geprägt war von Gewittern, Hagel und Überschwemmungen. In München werden für Samstag immerhin schon einmal 21 Grad vorhergesagt, am Sonntag bis zu 24 Grad. Für Erleichterung dürfte auch diese Meldung sorgen: An beiden Tagen ist die Regenwahrscheinlichkeit gering. 

Ohne die durchaus angebrachte Vorfreude trüben zu wollen: Das Schönwetterhoch währt wohl nur kurz, denn schon Anfang nächster Woche soll es wieder deutlich kühler und wechselhaft werden.

+++ Alpen: Der Chaos-Sommer hat nun inoffiziell Tiefpunkt erreicht: In den Alpen hat es über Nacht geschneit. Die Schneefallgrenze ist stellenweise bis auf 1500 Meter gesunken.

+++ Dauerregen statt Juli-Hitze: In den Alpen, dem Oberpfälzer und dem Bayerischen Wald soll es im Laufe des Donnerstags erneut Unwetter geben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhersagte. Stellenweise könnten bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. In Oberfranken, der Oberpfalz und in Südbayern soll es Dauerregen geben. Stellenweise sei mit Gewittern und Sturmböen zu rechnen. Dem Hochwassernachrichtendienst zufolge steigen in den Unwetterregionen entlang von Isar, Inn, Donau, Regen und Salzach die Pegel an. Ein Hochwasserwarnung herrscht für die Landkreise Starnberg, München, Dachau, Rosenheim, Mühldorf am Inn, Passau, Deggendorf und Cham.

Unwetterwarnung in zahlreichen Landkreisen

+++ Passau: In der Drei-Flüsse-Stadt in Niederbayern steigen die Pegel von Inn und Donau kontinuierlich an. An manchen Stellen schwappt der Inn heute schon auf die Promenade. Noch liegen die Pegel beider Flüsse aber unter den amtlichen Meldestufen. Das wird sich in den kommenden Tagen jedoch ändern.

Laut Prognosen des Hochwassernachrichtendienstes dürfte die Donau die erste Hochwasser-Meldestufe vermutlich im Laufe des Donnerstagabends erreichen, in der Nacht könnte sie sogar die dritte Warnstufe übersteigen. Der Inn führt voraussichtlich frühestens am Freitag so viel Wasser, dass Meldestufe eins erreicht wird.

Das beliebte Eulenspiegel-Festival leidet derweil unter dem Dauerregen und den steigenden Pegeln der Flüsse. So mussten schon mehrere Auftritt aufgrund der Hochwassergefahr am Festival-Gelände an der Ortspitze verschoben werden. Unter anderem wurde der Auftritt von Komiker Harry G am Donnerstag in eine Halle verlegt. 

+++ Alpenvorland: Während sich in und um München die Wetter-Situation ein wenig zu entspannen scheint, bleibt die amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für zahlreiche Landkreise im Alpenvorland bestehen. Laut DWD ist demnach in den Kreisen Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau, Bad-Tölz, Wolfratshausen, Miesbach und im Kreis Rosenheim mit Unwettern und ergiebigem Dauerregen zu rechnen. Bis mindestens Donnerstagnachmittag muss sich das Alpenvorland also noch auf Regen-Non-Stop und örtliche Gewitter einstellen.

+++ Starnberg: Trotz der starken Regenfälle der letzten Tage blieben Überschwemmungen in Bayern bisher weitestgehend aus. Lediglich vereinzelt mussten Straßen im Freistaat wegen Überflutung gesperrt werden. Nichtsdestotrotz ließ der Hochwassernachrichtendienst die Warnungen für die meisten Landkreise bestehen. An Flüssen und Seen sei mit einem weiteren Anstieg der Pegelstände zu rechnen, hieß es. Hochwassermeldestufe zwei der vierstufigen Skala erreichten am Mittwochmorgen der Starnberger See im Alpenvorland und sein Abfluss, die Würm.

+++ Bayern: Die Regenfälle im Freistaat halten auch in den kommenden Tagen an. Im Süden falle zum Teil unwetterartiger Dauerregen, im westlichen Franken komme es zu Schauern und einzelnen Gewittern mit Starkregen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstagabend mit. "Im Bereich der Donau und südlich davon hält der teilweise ergiebige Dauerregen bis Mittwochvormittag an." Zusätzlich zu den bereits gefallenen Mengen kämen zwischen Bodensee und Bayerischem Wald nochmals 10 bis 30, am mittleren und östlichen Alpenrand örtlich bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter hinzu. Entsprechend gebe es eine Unwetterwarnung.

Nach einer kurzen Pause werden die Regenfälle laut DWD am Mittwochnachmittag wieder stärker. Bis Donnerstagnachmittag wird in der Donauregion und in Südbayern sowie im Umfeld der östlichen Mittelgebirge erneut Dauerregen erwartet. Vor allem an den Alpen und am Bayerischen Wald sind örtlich bis zu 70 Liter pro Quadratmeter möglich. In Franken und im nördlichen Schwaben entwickeln sich ab dem späten Vormittag häufiger Gewitter. Ursache ist die Kaltfront eines Tiefdrucksystems über Skandinavien, hinter der von Nordwesten her Meeresluft subpolaren Ursprungs nach Bayern strömt.

Wucht entlud sich über Tegernseer Tal

+++  Tegernseer Tal: Über dem Tegernseer Tal entlud sich die gesamte Wucht des gestrigen Unwetters in Form eines Hagelsturms. Innerhalb von nur 45 Minuten demolierten die Zentimeter dicken Hagelkörner Autos, Häuser und Blumen. Der Schaden fällt offenbar deutlich höher aus, als bisher angenommen. Eine Bilanz.

+++ Mühldorf am Inn: Im Fall der toten 60-Jährigen aus Rattenkirchen im Landkreis Mühldorf gibt es neue Erkenntnisse. Demnach ist die Frau auf der überschwemmten Straße ausgerutscht, in einen hochwasserführenden Straßengraben gefallen und dort ertrunken. Besonders tragisch: Ihr Mann musste das Unglück mit ansehen.

+++ Südbayern: Der Dauerregen nimmt einfach keine Ende. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vermeldet, muss sich das gesamte Alpenvorland noch bis mindestens Mittwochvormittag auf starken Dauerregen einstellen. Für sämtliche Landkreise besteht für diesen Zeitraum zudem eine amtliche Unwetter-Warnung. Der DWD erwartet Gewitter mit Windböen bis zu 80 Stundenkilometern. Bis zum Mittwochmorgen könne es lokal bis zu 100 Liter pro Quadratmeter regnen.

+++ Niederbayern: Der Riedbergtunnel in Regen im Bayerischen Wald musste gestern Abend wegen Überflutung gesperrt werden. Dort ging beziehungsweise fuhr für rund drei Stunden lang gar nichts mehr. Auch die Stromversorgung litt in Niederbayern unter dem Unwetter. Vielerorts fiel kurzzeitig der Strom aus.

+++ Regensburg: Ein Blick in die Oberpfalz; hier sind gleich mehrere Bäume auf Hausdächer und geparkte Autos gefallen. Ein herabfallender Ast hat in der Stadt Regensburg einen Mann leicht verletzt. Das vermeldet der BR. Desweiteren sorgte der Starkregen auch hier für überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und ausgehobene Gullideckel. Andernorts, in Tegernheim im Landkreis Regensburg, wurde ein herumfliegendes Dixi-Klo auf ein Auto geschleudert. Insgesamt meldete die Polizei in dieser Gegend laut BR zwei Verletzte.  

+++ Landkreis Erding: Am Morgen nach den schweren Unwettern zieht der Landkreis Erding Bilanz. Schlammlawinen, geflutete Straßen und Verkehrschaos:: Praktisch der gesamte östliche Landkreis stand am Montagabend unter Wasser. Einen Überblick über die Unwetterschäden gibt es hier.

+++ Tegernsee: Für schneeweiße Wiesen und überflutete Straßen hat ein kurzes, aber heftiges Gewitter samt dicker Hagelkörner im Tegernseer Tal gesorgt. Besonders Tegernsee und Bad Wiessee waren betroffen. Auch am Schliersee hat es kräftig gehagelt. Dort ist von Hagelkörnern mit bis zu vier Zentimetern Durchmesser die Rede. Fotos, Videos und mehr Infos gibt es hier bei den Kollegen von der Tegernseer Zeitung

Während Unwetter vermisst: 60-Jährige tot aus Bach geborgen

+++ Mühldorf am Inn: Wie die Polizei Mühldorf am frühen Dienstagmorgen mitteilt, hat das Unwetter im Landkreis Mühldorf am Inn wohl ein Todesopfer gefordert. Das Unglück ereignete sich demnach am späten Montagabend in Rattenkirchen, Ortsteil Kehrham. Kurz vor 21 Uhr wurde eine 60-Jährige von ihrem Lebensgefährten als vermisst gemeldet. Sie hatte das Haus eigentlich nur kurz verlassen wollen und ist nicht mehr zurückgekehrt. Die regionalen Feuerwehren, der Rettungsdienst und die Wasserwacht suchten sofort nach der Frau und fanden sie gegen 21.35 Uhr leblos in einem angrenzenden Bach. Wiederbelebungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. 
Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Todesursache. Nach ersten Erkenntnisse dürfte der Tod der Frau jedoch in Zusammenhang mit den starken Regenfällen stehen, womöglich ist die Frau gestürzt.

Unwetter sorgten in Österreich für Überflutungen

+++ Blick über die Grenze +++ In Österreich haben die Unwetter in der Nacht auf Dienstag für Überflutungen, Murenabgänge, umgestürzte Bäume und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Alleine in der Region Salzburg waren mehr als 300 Feuerwehrleute im Einsatz, wie das Landesfeuerwehrkommando mitteilte. In Bischofshofen musste die Feuerwehr einen Trafobrand löschen. Einsätze wegen überfluteter Keller und umgestürzter Bäume gab es etwa in Hallein und Oberalm. Insgesamt waren Salzburger Feuerwehrleute an 64 Einsätzen beteiligt.

+++ Südbayern: Bilanz am Dienstagmorgen: In Südbayern ist das Unwetter weitestgehend glimpflich verlaufen. In der Oberpfalz seien in der Nacht innerhalb kurzer Zeit mehr als 80 Notrufe eingegangen, teilte die Polizei in Regensburg mit. Dabei handelte es sich aber um kleinere Einsätze wegen vollgelaufener Keller oder ausgehobener Kanaldeckel. Ein umstürzender Baum streifte einen Mann und verletzte diesen leicht.

+++ München: ist das eine Windhose? Diesen Schnappschuss machte ein Autofahrer auf der A96 kurz vor München.

+++ München, 20.55 Uhr: Der Blick aus dem Fenster verrät's: München scheint von schweren Gewittern verschont geblieben zu sein. Hagel, Sturmböen und

Dauerregen sind - noch - nicht in der Landeshauptstadt angekommen. Allerdings: Der Blick aufs Regenradar zeigt, dass in Sachen Niederschlag heute Nacht von Südwesten noch einiges im Anmarsch ist.

+++ München, 20.52 Uhr:Der Deutsche Wetterdienst hat s eine Warnungen gegen 20.30 Uhr etwas zurückgestuft. Die Wetterfront zieht offenbar Richtung Osten ab, extreme Gewitter scheinen nicht mehr zu drohen. Die Warnungen vor Starkregen bleiben allerdings bestehen.

+++ München, 20.46 Uhr:Obwohl es wie angekündigt mancherorts heftig geregnet hat - die extremen Gewitter sind vorerst ausgeblieben. Das wird aus dem Rest Bayerns vermeldet: 

Das angekündigte Unwetter hat zunächst nur in der Oberpfalz verbreitet Schäden angerichtet. „Umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller, ausgehobene Kanaldeckel, drei oder vier kleinere Brände aufgrund von Blitzeinschlag, abgedeckte Dächer“, zählte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Regensburg auf. Ein Mensch sei von einem umstürzenden Baum gestreift und leicht verletzt worden.

In Niederbayern und Oberbayern hingegen, wo der Deutsche Wetterdienst (DWD) ebenfalls vor extremen Gewittern gewarnt hatte, vermeldete die Polizei zunächst nur heftigen Regen und einige umgestürzte Bäume.

+++ Erding, 20.25 Uhr:Wie unser Kollege Hans Moritz von der Erdinger Redaktion berichtet, hatte sich in einer Hanglage an der Autobahnbaustelle bei Lengdorf Schlamm gelöst. Die Feuerwehr hat das Gröbste schon beseitigt und einen Wall aus Pflastersteinen errichtet. Offenbar hat die Schlammlawine auch mehrere Häuser getroffen, mehrere Keller sollen vollgelaufen sein.

+++ Erding, 20.05 Uhr:Während es in München noch sonnig war, tobten und toben im Umland Gewitter. Schlimm hat es offenbar den östlichen Landkreis Erding erwischt: Isen, St. Wolfgang (dort soll es einen Stromausfall geben), Dorfen. Bei Lengdorf ist am frühen Abend nach 20-minütigem Starkregen eine Schlammlawine abgegangen.

+++ Bad Tölz, 18.54 Uhr: Über Bad Tölz ist am frühen Abend ein Gewitter hinweg gezogen. Die Kollegen vom Tölzer Kurier haben gefilmt:

+++ Miesbach, 18.20 Uhr: Am Schliersee und am Tegernsee hat es am späten Nachmittag heftig gehagelt. Von Korngrößen bis zu vier Zentimetern Durchmesser ist die Rede. 

+++ München, 17.45 Uhr:Das Meldesystem Katwarn hat am späten Montagnachmittag eine Unwetterwarnung für München und das Münchner Umland herausgeben. Erwartet werden starke Gewitter mit Hagel und Sturmböen - die Warnstufe rot ist möglich. Die Warnung gilt vorerst bis Dienstag, 4 Uhr. Daran schließt eine Meldung der Warnstufe Orange mit Starkregen an, die wiederum bis Mittwoch, 17 Uhr gilt.

Unwetterwarnung für Oberbayern

Was war das für ein wunderbarer Sonntag: Bei 33 Grad in München und strahlendem Sonnenschein waren Biergarten, See, Wanderwege oder einfach nur Sonne tanken bei vielen Menschen Pflichtprogramm. Doch das war's schon wieder mit dem Mini-Sommer. Denn: In den nächsten 72 Stunden geht es in Süddeutschland und den Alpen rund, heftige Niederschläge suchen den Freistaat heim.

Ab Montagmittag herrscht eine hohe Unwettergefahr. Starkregen, Hagel und Sturmböen drohen. "In den nächsten Stunden rauschen die Temperaturen deutlich nach unten. Besonders drastisch geht das im Alpenraum von statten. Statt 20 Grad und Sonnenschein in 2000 Metern, gibt es spätestens am Donnerstag dort nur noch Werte um 0 Grad und Schneefall", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. "Oberhalb von 2500 Metern erwarten wir in den Alpen sogar bis zu 30 Zentimeter Neuschnee." Und das sei für Juli extrem außergewöhnlich, wie der Experte sagt. "In der Regel kann es zur Schafskälte im Juni in diesen Lagen nochmal Schnee geben, im Juli ist das aber eher eine ungewöhnliche Ausnahme. Von einem Last-Minute-Urlaub in Österreich oder der Schweiz kann ich in dieser Woche wirklich nur abraten." Für Kempten wurde von wetter.com sogar eine Unwetterwarnung vor schweren Gewittern heraus gegeben.

Dauerregen in Süddeutschland bis Mittwoch

Bis Mittwoch soll der Dauerregen in Süddeutschland anhalten - das bedeutet, dass sich besonders Südbayern wieder auf Hochwasser einstellen muss. Bis zu 140 Liter pro Quadratmeter können im Alpenvorland vom Himmel fallen, in den Alpen sogar bis zu 200 Liter. Hier besteht außerdem die Gefahr vor Geröll-Lawinen. Wer also eine Wanderung ins Hochgebirge geplant hatte, sollte diese unbedingt absagen.

In der Region werden ebenfalls schwere Unwetter erwartet. Im Landkreis Miesbach warnt der Wetterdienst vor Hagel und Dauerregen, und auch der Landkreis Starnberg muss sich auf schwere Gewitter am Montagnachmittag einstellen.

So geht es in den kommenden Tagen deutschlandweit weiter:

Dienstag: 19 bis 27 Grad, im Osten am wärmsten, im Südosten starker Dauerregen, sonst Mix aus Sonne, Wolken und Schauern, stellenweise auch Gewitter
Mittwoch: 14 bis 24 Grad, im Süden bei Dauerregen am kühlsten, im Südosten weiter Dauerregen, sonst Aprilwetter mit Schauern und Gewittern
Donnerstag: 15 bis 23 Grad, typisches Aprilwetter, in den Alpen Schnee bis auf 2000 Meter herab, lokal sogar noch etwas tiefer
Freitag: 16 bis 23 Grad, Sonne, Wolken und kurze Schauer
Samstag: 21 bis 27 Grad, im Norden Schauerwetter, sonst freundliches Sommerwetter
Sonntag: 21 bis 30 Grad, erst freundlich und lokal wieder heiß, doch dann rasch wieder neue Gewitter mit Unwetterpotenzial

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mit Material der dpa

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