Oktoberfest-Fan auf der A8 gestoppt

Italiener fälscht Personalausweis - um zur Wiesn fahren zu können

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Rosenheim - Daheim in Italien wurden seine Pässe wegen diverser Steuervergehen kassiert. Ein Italiener besorgte sich deshalb einen gefälschten Personalausweis - um damit zum Oktoberfest zu düsen.

Manche Polizeimeldungen erfüllen unfreiwillig jedes Klischee. Nummer eins: Italiener sind Oktoberfest-Fans. Nummer zwei: Italiener nehmen es mit der Steuermoral nicht so genau. Nummer drei: Italiener fahren italienische Autos.

All das trifft auf einen 43-jährigen Mailänder zu, den die Schleierfahnder auf der A8 bei Bad Feilnbach in seinem Alfa stoppten. Der Italiener war auf dem Rückweg vom Oktoberfest Richtung Süden. Soweit kein Problem.

Was aber den Schleierfahndern überhaupt nicht gefiel, war der vorgewiesene italienische Personalausweis. Dieser stellte sich als Totalfälschung heraus. Der 43-Jährige wurde festgenommen. Bei der Vernehmung war der Italiener recht redselig und verriet den Grund für die Urkundenfälschung. Wegen Steuervergehen hatten ihm die italienischen Behörden nämlich seinen echten Pass und Personalausweis abgenommen. Da er aber seit 24 Jahren bei der Eröffnung des Oktoberfestes immer dabei ist und das auch heuer nicht versäumen wollte, besorgte er sich kurzerhand für 500 Euro einen gefälschten Ausweis. Nach der Vernehmung konnte der italienische Wiesn-Fan seine Fahrt nach Hause fortsetzen. Der Strafbefehl wird ihm aber dorthin in den nächsten Wochen per Post folgen.

mm

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