Wegen Haftbefehlen

Zwei Flüchtlinge aus dem Pfarrheim in Abschiebehaft

+
An diesem Montag hatten die Flüchtlinge das Pfarrheim St. Emmeram geräumt.

Regensburg - Zwei der Flüchtlinge, die wochenlang in einem Pfarrheim in Regensburg ausharrten, sind in Abschiebehaft. Dies habe ein Ermittlungsrichter angeordnet, weil gegen einen 51 Jahre alten Mazedonier und einen 39-Jährigen aus dem Kosovo Haftbefehle vorlagen.

„Die beiden Männer sind bereits in eine Justizvollzugsanstalt nach Oberbayern gebracht worden. Dort warten sie auf ihre Abschiebung“, sagte Polizeisprecher Stefan Hartl. Die anderen 14 Flüchtlinge wurden in die für sie zuständigen Unterkünfte nach Hamburg und Baden-Württemberg gebracht.

Die Flüchtlinge aus Balkanstaaten hatten am Montag das Pfarrheim verlassen, als die Polizei angerückt war. Alle Anwesenden hätten den Aufforderungen der Polizei Folge geleistet, daher sei es nicht nötig gewesen unmittelbaren Zwang anzuwenden, sagte der Polizeisprecher.

Anfang Juli hatten knapp 50 Asylsuchende zunächst Zuflucht im Regensburger Dom gesucht. Das Bistum gewährte ihnen zwar kein Kirchenasyl, duldete aber deren Anwesenheit. Nach einer Woche war die Gruppe in das Pfarrheim St. Emmeram umgezogen. Gespräche über einen freiwilligen Auszug scheiterten jedoch, woraufhin das Bistum am vergangenen Freitag nach Rücksprache mit den Behörden Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gegen die Asylsuchenden stellte. Zudem wurde die Versorgung mit Lebensmitteln in dem Gebäude eingestellt.

dpa

auch interessant

Meistgelesen

Zugunglück von Bad Aibling: Angeklagter muss in Haft
Zugunglück von Bad Aibling: Angeklagter muss in Haft
Nach tödlichem Unfall: Melanie und Ramona beigesetzt
Nach tödlichem Unfall: Melanie und Ramona beigesetzt
Zugunglück von Bad Aibling: So reagieren die Opfer auf das Urteil
Zugunglück von Bad Aibling: So reagieren die Opfer auf das Urteil
Frau erfindet Sex-Belästigung in ICE, um freies Abteil zu kriegen
Frau erfindet Sex-Belästigung in ICE, um freies Abteil zu kriegen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion