Betrug und Steuerhinterziehung

Zwei große Wirtschaftsprozesse in Hof

Hof - In gleich zwei großen Wirtschaftsstrafverfahren hat die Staatsanwaltschaft Hof Anklage erhoben. In dem einen Fall geht es um Betrug in Millionenhöhe, in dem anderen um Hinterziehung der Biersteuer, wie die Anklagebehörde am Montag mitteilte.

Als Mitglieder einer Bande sollen drei Männer mitgeholfen haben, Biersteuer im europäischen Ausland zu hinterziehen - mit einem steuerrechtlich relevanten Gesamtschaden von 31,6 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, das Trio habe die wesentlich höhere britische Biersteuer umgehen wollen. Dazu hätten sie so getan, als seien 3000 Lastwagen-Ladungen Bier von Frankreich, Belgien und Luxemburg nach Deutschland exportiert worden. Tatsächlich aber sei das Bier zwischen August 2014 und November 2015 nach Großbritannien auf den dortigen Schwarzmarkt gebracht worden.

In dem zweiten Fall sollen zwei Beschuldigte einen Schaden von knapp 5,4 Millionen Euro angerichtet haben, indem sie Anleger austricksten. Deren Geld sollte demnach über eine von den beiden gegründete Aktiengesellschaft vor allem in den USA investiert werden. Die mutmaßlichen Betrüger sollen die Anleger in mehr als 300 Fällen über die Art, Gewinnchancen und Sicherheit der Geldanlagen getäuscht haben. Zudem seien an die jeweiligen Vermittler der Anleihen zu Unrecht Provisionen in Höhe von über zwei Millionen Euro gezahlt worden. Deshalb wirft die Staatsanwaltschaft den Männern auch Untreue vor.

dpa

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