Trotz Dementi

James Bond: Spielt Christoph Waltz in "Spectre" doch den bösen Blofeld?

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Trotz Dementi: Spielt Christoph Waltz in "Spectre" doch James Bonds Erzfeind Blofeld?

München - Christoph Waltz dementiert zwar, dass er in "Spectre" James Bonds Erzfeind Blofeld spielt. Aber das könnte eine Lüge sein. Das ist sein Charakter im neuen 007-Film.

Update vom 26. Oktober: Vorsicht, Spoiler! Lange wurde gerätselt, ob Christoph Waltz im neuen James-Bond-Film "Spectre" den bösen Blofeld spielt. Die tz weiß es schon - und verrät, ob Christoph Waltz Blofeld ist.

Oscar-Preisträger Christoph Waltz (58) ist im neuen 007-Film "Spectre" (Kinostart am 5. November 2015) der große Gegenspieler von James Bond, der zum vierten Mal von Daniel Craig (47) verkörpert wird. Hartnäckig hält sich im Netz vor der Weltpremiere das Gerücht, dass Christoph Waltz in "Spectre" die Rolle von James Bonds Erzfeind Ernst Stavro Blofeld neu beleben wird. Vor mittlerweile zehn Jahren wurde mit "Casino Royale" die James-Bond-Filmreihe neu gestartet. Im vierten Film nach dem Reboot wird erstmals die Terrororganisation „S.P.E.C.T.R.E“ (Abkürzung für: Special Executive for Counterintelligence, Terrorism, Revenge and Extortion, auf Deutsch: Geheimorganisation für Terror, Erpressung und Rache) ins neue Bond-Universum eingeführt. Und an der Spitze von Spectre steht bekanntlich Ernst Stavro Blofeld, der legendäre Superschurke mit Glatze und Perserkatze auf dem Schoß. Im den Trailern zu "Spectre" ist auch schon das Oktopus-Symbol zu sehen, an dem jedes Mitglied der Geheimorganisation zu erkennen ist - und das Blofelds Ring in den früheren James-Bond-Filmen zierte. Insofern ist es für viele Fans im Netz fast schon zwangsläufig, dass Christoph Waltz, der in den Trailern eindeutig als Spectre-Boss auftritt, der neue Blofeld wird. Fehlt nur noch die Glatze, oder? Stop! Christoph Waltz selbst hat bereits unmissverständlich klargestellt, dass er definitiv nicht die Rolle von Ernst Stavro Blofeld spielen werde. Gegenüber der englischen Ausgabe des Männermagazins "GQ" kommentierte er die Blofeld-Spekulationen so: "Das ist absolut nicht wahr. Das Gerücht ist im Internet aufgekommen und das Internet ist eine Pest. Der Name meiner Figur ist Franz Oberhauser."

Auf solche Dementis sollte man aber nicht allzu viel geben. Immerhin verkündete auch Benedict Cumberbatch vor der Premiere des Films "Star Trek: Into Darkness" ebenfalls, er würde keinesfalls die Rolle von Captain Kirks Erzfeind Khan spielen. Im Film war er - Überraschung! - dann doch als Khan zu sehen. Eine ähnliche Nebelkerze wurde vor "The Dark Knight Rises", dem Abschluss der Batman-Trilogie, gezündet. Damals widersprach Marion Cotillard vehement den Internet-Gerüchten, wonach sie im Film Talia al Ghul spielen werde, die Tochter von Batmans Widersacher Ra’s al Ghul. "Mein Charakter im Film heißt doch Miranda Tate", betonte sie damals. Gegen Ende des Batman Films stellt sich dann heraus, das Miranda Tate in Wirklichkeit - Achtung Trommelwirbel! - Talia al Ghul ist. Insofern könnte auch das Dementi von Christopher Waltz in Sachen Blofeld nichts als ein Ablenkungsmanöver sein. Werfen wir einmal einen Blick auf den neuen James-Bond-Film "Spectre" - und auf das, was man bereits von der Rolle des Franz Oberhauser weiß, die Christoph Waltz darin spielt.

Christoph Waltz im 007-Film "Spectre": Was hat Franz Oberhauser mit James Bond zu tun? 

In der Romanvorlage zu den 007-Filmen von Bond-Schöpfer Ian Fleming gab es tatsächlich schon einen Charakter namens Oberhauser. Allerdings hieß dieser nicht Franz sondern Hannes Oberhauser. Im 1966 erschienenen Kurzgeschichtenband "Octopussy" untersucht James Bond die Ermordung seines väterlichen Freundes. Der Österreicher Hannes Oberhauser hatte dem jungen James Bond vor dem Zweiten Weltkrieg in der Nähe von Kitzbühel das Skilaufen beigebracht. Im Krieg diente Oberhauser dann in der Gestapo. Kurz vor Kriegsende wurde er von einem englischen Offizier namens Major Dexter Smythe vor den Augen seiner Familie verhaftet - angeblich, um zu einem Verhör nach München gebracht zu werden. Dazu kam es aber nie. Smythe zwang Oberhauser, ihn zu einer verlassenen Berghütte zu führen, in der Nazi-Gold lagerte - und versprach ihm als Gegenleistung eine weiße Weste in Sachen Nazi-Vergangenheit. Bei der Hütte angekommen erschoss der Engländer Hannes Oberhauser hinterrücks und warf dessen Leiche in eine Gletscherspalte, wo sie erst 20 Jahre später gefunden werden sollte. James Bond wurde auf den Mordfall angesetzt und trieb Smythe, der sich mit dem Nazi-Gold ein Luxusleben auf Jamaika finanzierte, in den Selbstmord.

Die Szene aus dem ersten Trailer zu "Spectre" zeigt die  Adoptionsurkunde, die James Bond der Obhut von Hannes Oberhauser überträgt. Samt einem Foto des jungen 007 mit Oberhauser und...?

Im ersten Trailer zu "Spectre", taucht ebenfalls der Name Hannes Oberhauser auf. In der Ruine von Skyfall, dem Herrenhaus, in dem James Bond seine Kindheit verbrachte (und wo der bislang letzte 007-Film endete), entdeckt der MI6 alte Dokumente. Darunter auch eine Adoptionsurkunde, die den 12-jährigen James Bond offiziell der Obhut von Hannes Oberhauser überträgt. Dazu gehört ein Foto, das 007 im Kindesalter bei einer Bergtour zeigt - neben Hannes Oberhauser und einem weiteren Kind, dessen Gesicht auf dem Bild aber weggebrannt wurde. Man darf davon ausgehen, dass Franz Oberhauser alias Christoph Waltz in "Spectre" also der Adoptivbruder von James Bond alias Daniel Craig ist. Die Spuren aus seiner Vergangenheit führen James Bond schließlich zur Terrororganisation Spectre, die von Franz Oberhauser geleitet wird. "Willkommen James", begrüßt Christoph Waltz 007 inmitten einer Versammlung. "Es ist lange her. Endlich: Wir begegnen uns wieder."

Im zweiten Trailer zu "Spectre" will Christoph Waltz von James Bond wissen: "Unsere Wege haben sich so oft gekreuzt - aber Du hast mich nie gesehen. Was hat denn so lange gedauert?" Um dann im dritten Trailer zu verkünden: "Sieh' Dich um, James! Alles woran Du geglaubt hast: ein Trümmerhaufen!" James Bond teilt Franz Oberhauser emotionslos mit "Ich bin hier, um Dich zu töten." Worauf Oberhauser sarkastisch kontert: "Und ich dachte, Du wärst hier, um zu sterben." Darauf Bond ironisch: "Tja, alles eine Frage der Perspektive."

Wenn nicht Christoph Waltz: Wer spielt James Bonds Erzfeind Blofeld dann im neuen 007?

Und wenn Christoph Waltz tatsächlich die Wahrheit sagt und sein Charakter Franz Oberhauser in "Spectre" doch nicht auf irgendeine Weise zu James Bonds Erzfeind Ernst Stavro Blofeld wird? Eine Fan-Theorie, die auf dem beliebten James-Bond-Forum mi6community.com die Runde macht: Christoph Waltz alias Franz Oberhauser wird am Ende von James Bond besiegt. Allerdings stellt sich heraus, dass Franz Oberhauser doch nicht der Boss der Geheimorganisation Spectre ist, sondern eher eine Art "Geschäftsführer". Als oberster Chef von Spectre taucht überraschend Enrst Stavro Blofeld auf, wobei noch unklar ist, wer die Figur in einem Kurzauftritt spielen wird. Blofeld entkommt und Bond schwört, seinen Erzfeind zu fassen. Abspann. Ende. Und gleich ein Cliffhanger zum nächsten Auftritt für 007.

Kann so kommen. Muss aber nicht. Wetten, dass Christoph Waltz alias Franz Oberhauser doch im Lauf von "Spectre" zu Blofeld wird? So eine Verwandlungen gab es erst im bislang letzten 007-Film. Am Ende von "Skyfall" wurde aus Geheimdienstkoordinator Gareth Mallory (Ralph Fiennes) auf einmal der neue MI6-Boss "M".

James Bond Nonstop auf Sky 007 HD

Der Pop-up-Channel Sky 007 HD ist am Montag, 5. Oktober, gestartet und wird bis einschließlich 6. Dezember den Sender Sky Hits ersetzen. Sky Abonnenten mit Sky Film Paket haben dann die Möglichkeit, sowohl alle EON-Produktionen – von „Dr. No“ bis „Skyfall“ – als auch die beiden nicht von EON produzierten Filme – die 1967er-Version von „Casino Royal“ und „Sag niemals nie“ – zu sehen. Alle James-Bond-Filme sind zudem über Sky Go und Sky Anytime abrufbar.  Allesamt ohne Werbeunterbrechung, im hochauflösenden HD-Format und optional in der englischen Originalversion.

„Spectre“, der 24. Film James-Bond-Film mit Daniel Craig wird seine deutsche TV-Premiere auf Sky Cinema HD und on demand auf Sky Go und Sky Anytime 2016 feiern.

fro

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