Blumen für die Männer: Die Mode im Herbst und Winter

Sehr weite, lange Hosen mit Bundfalten liegen für Männer im Herbst und Winter 2016/16 im Trend. COS kombiniert das Modell zum Beispiel mit schmalen Oberteilen (Pullover 89 Euro, Rolli 69 Euro, Hose 99 Euro, Schuhe 99 Euro). Foto: COS
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Sehr weite, lange Hosen mit Bundfalten liegen für Männer im Herbst und Winter 2016/16 im Trend. COS kombiniert das Modell zum Beispiel mit schmalen Oberteilen (Pullover 89 Euro, Rolli 69 Euro, Hose 99 Euro, Schuhe 99 Euro). Foto: COS
Federleichte Blousons bleiben ein Modehit für die Männer in der Saison Herbst und Winter 2016/17. Auch Salvatore Ferragamo schickte Models damit auf den Laufsteg (Jacke 1830 Euro, Hose 590 Euro). Foto: Salvatore Ferragamo
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Federleichte Blousons bleiben ein Modehit für die Männer in der Saison Herbst und Winter 2016/17. Auch Salvatore Ferragamo schickte Models damit auf den Laufsteg (Jacke 1830 Euro, Hose 590 Euro). Foto: Salvatore Ferragamo
Leichtigkeit soll in der Herbst- und Wintermode der Männer erhalten bleiben: Daher wird auf schwere, dicke Jacken verzichtet und stattdessen mehrere Schichten übereinander getragen. Auch Cinque macht den Zwiebellook mit (Mantel ca. 300 Euro, Jacke ca. 170 Euro, Shirt ca. 50 Euro, Hose ca. 150 Euro). Foto: Cinque
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Leichtigkeit soll in der Herbst- und Wintermode der Männer erhalten bleiben: Daher wird auf schwere, dicke Jacken verzichtet und stattdessen mehrere Schichten übereinander getragen. Auch Cinque macht den Zwiebellook mit (Mantel ca. 300 Euro, Jacke ca. 170 Euro, Shirt ca. 50 Euro, Hose ca. 150 Euro). Foto: Cinque
Der Männerlook wirkt etwas weiblicher: So finden sich in der aktuellen Herbst-/Winterkollektionen von Brioni klassische Anzüge nun etwa in rotem Samt (Preis auf Anfrage). Foto: Brioni by Justin O&#39Shea
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Der Männerlook wirkt etwas weiblicher: So finden sich in der aktuellen Herbst-/Winterkollektionen von Brioni klassische Anzüge nun etwa in rotem Samt (Preis auf Anfrage). Foto: Brioni by Justin O'Shea
Ein weiterer Trend: Der Rollkragenpullover. Boss kombiniert ihn mit einer Bundfaltenhose (Sakko 499 Euro, Pullover 279 Euro, Hose 249 Euro, Mütze ca. 95 Euro, Schuhe 250 Euro, Tasche 650 Euro). Foto: Boss
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Ein weiterer Trend: Der Rollkragenpullover. Boss kombiniert ihn mit einer Bundfaltenhose (Sakko 499 Euro, Pullover 279 Euro, Hose 249 Euro, Mütze ca. 95 Euro, Schuhe 250 Euro, Tasche 650 Euro). Foto: Boss
Die Farbexplosion bleibt aus: Blau ist im Herbst und Winter die wichtigste Farbe in der Männermode. Auch Sisley setzt darauf (Jacke 1830 Euro, Hose 590 Euro). Foto: Sisley
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Die Farbexplosion bleibt aus: Blau ist im Herbst und Winter die wichtigste Farbe in der Männermode. Auch Sisley setzt darauf (Jacke 1830 Euro, Hose 590 Euro). Foto: Sisley
Auf die Bequemlichkeit kommt es in der Männermode im Herbst und Winter 2016/17 an. Die Hose im Jogging-Stil und Sneaker gehören dazu, was auch Brunello Cucinelli in seine Kollektion aufnimmt (Mantel 3470 Euro, Pullover 950 Euro, Hemd 530 Euro, Hose 480 Euro, Schuhe 590 Euro). Foto: Brunello Cucinelli
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Auf die Bequemlichkeit kommt es in der Männermode im Herbst und Winter 2016/17 an. Die Hose im Jogging-Stil und Sneaker gehören dazu, was auch Brunello Cucinelli in seine Kollektion aufnimmt (Mantel 3470 Euro, Pullover 950 Euro, Hemd 530 Euro, Hose 480 Euro, Schuhe 590 Euro). Foto: Brunello Cucinelli
In die Männermode ziehen nun florale Muster ein. Auch das Unternehmen Tiger of Sweden zeigte seine Models darin (Lederjacke 749 Euro, Pullover 149 Euro, Shirt 79 Euro, Hose 200 Euro, Gürtel 89 Euro, Schuhe 299 Euro). Foto: Tiger of Sweden
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In die Männermode ziehen nun florale Muster ein. Auch das Unternehmen Tiger of Sweden zeigte seine Models darin (Lederjacke 749 Euro, Pullover 149 Euro, Shirt 79 Euro, Hose 200 Euro, Gürtel 89 Euro, Schuhe 299 Euro). Foto: Tiger of Sweden

Was macht einen Mann aus? Die Designer kommen zu dem Schluss: Die Geschlechterrollen müssen modisch aufgebrochen werden. In den Herbst- und Winterkollektionen für die Männer hält das Feminine Einzug.

Stuttgart (dpa/tmn) - Die Männermode wird im Herbst und Winter vor allem eins: unmännlich. Zumindest dann, wenn man die klassische Schablone der Maskulinität anlegt. Denn das bisher dominante Männerbild werde zunehmend infrage gestellt, sagt Robert Herzog von der Staatlichen Modeschule Stuttgart.

Und das besonders in der Mode. So sieht man nun den klassischen Zweireiher in blumigem Samt. Mäntel kommen daher wie Kimonos. Und die Perfecto-Lederjacke - eigentlich das Symbol für männliche Härte - bekommt von den Designern ebenfalls ein paar Blümchen verpasst.

"Die Trends für Männer und Frauen werden zunehmend angeglichen", bestätigt die Stylistin Dagmar Dobrofsky aus Berlin. Und so feiern auch Samt, Seide und Jacquard bei den Anzügen für Männer eine Rückkehr, berichtet Herzog. Das Androgyne sei aber eher etwas für den jungen, urbanen Mann, räumt er ein. Und dieser neue Mann kann sich nach Expertenmeinung nun auch mit Blumen schmücken.

Die Blumenmuster und der Einsatz etwa von Samt passen hervorragend zu einem anderen Trend, der die aktuelle Mode durchzieht: Die Siebziger sind zurück. Allerdings sagt Herzog: "Man muss immer Brücken bilden im Styling." Was also passt zur Perfecto-Blümchen-Jacke?

Die Hose im Jogging-Stil und Sneaker. Denn Komfort und Leichtigkeit seien nun auch im Winter die übergeordneten Themen, erklärt André Bangert von der Fachzeitschrift "Textilwirtschaft" in Frankfurt am Main. "Es geht darum, Komfort und Sportivität in die Stoffe zu bringen - aber es muss klassisch aussehen."

Leichtigkeit spielt auch aus einem anderen Grund in der Herbst- und Wintermode eine Rolle: Die Temperatur unterscheide sich eigentlich nicht mehr extrem vom Sommer. "Deswegen will auch im Winter niemand den dicken Flanellanzug tragen", sagt Bangert. Statt mit einer dicken Winterjacke wird über mehrere Schichten für Wärme gesorgt. Daneben sind federleichte Blousons zu sehen, unter das Sakko kommt ein dünnes Longsleeve oder ein Rollkragenpullover. "Der Rollkragenpulli ist der Knaller", findet Bangert. Er sei besser als jedes Hemd.

Doch Komfort entsteht nicht nur durch die Stoffe, sondern auch durch die Weite. Es geht nun wieder hin zu entspannteren Schnitten, erzählt Bangert. "Die Hose ist da das wichtigste Element, um die Silhouette voranzutreiben in Sachen Entspanntheit." Weite, lange Hosen mit Bundfalten sind auch für Dobrofsky ein Key-Piece im Herbst und Winter. Extrem modisch wird es, wenn man die etwas weitere Hose auch noch mit Boxy-Oberteilen kombiniert, also etwa mit einem übergroßen Pullover. Das werden aber wohl nur wenige Männer wagen, denn sie haben sich an die schlanken Silhouetten gewöhnt.

Wer jetzt noch nichts gefunden hat, für den bleibt ein Evergreen: "Nicht totzukriegen ist ein Bereich von Utility und Military", sagt Herzog. Und Dobrofsky fügt hinzu: "Hier wird alles umgesetzt, was männlich und praktisch ist, allerdings in einer eleganteren Variante." Viel Leder, grobes Leinen, aufgesetzte Taschen sind Merkmale dieses Looks. Bei den Farben dominieren Oliv, Grau und Dusty Denim, also eine verstaubt wirkende Jeans-Waschung.

"Es wird keine Farbexplosion geben", resümiert Bangert. "Blau ist die wichtigste Farbe, um die sich alles dreht", erklärt der Moderedakteur - aber ein dunkleres Blau. Die Klassiker Blau, Grau, Schwarz und Braun werden teils auch durch Pastelle ergänzt: Denn ein Spiel mit dem Femininen darf beim modischen Mann im Herbst nicht fehlen.

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